Sonntag, 16. Oktober 2016

Skill update (rezepte)

Mit zahlreichen Gefühlen erinnere ich mich dran, wie ich einige wichtige gärtnerische Aspekte Heraus fand welche mich schließlich mehr in Einklang mit Mutter Natur hier im Südpazifik brachten, und es mir so möglich wurde südlich hemisphärisch zu denken oder eben gar nicht mehr zu denken, sondern alles per Intuition zu machen. Heute ein Jahr später und auch schon ein paar Monate vorher, im Juni, habe ich eine tonganische Kürbiss Suppe mit Kürbissen aus eigenem Garten geniessen dürfen.
Man kocht die in Würfel geschnittenen Kürbisse, Kürbiss kurz an. Nur in bissl Wasser und bissl Chili. So das die Würfel noch nicht zerfallen. Dann wird frisch gepresste Kokosnuss Milch hinzugefügt und das ganze dann weiter gekocht bis die Würfel zerfallen wollen. Dann ist das Süppchen fertig. Easy oder?

1 kleiner Kürbis Hokkaidoooooo oder Burnett
Tasse Wasser
2 Tassen Kokosnuss Milch
2 frische Chili

Es war einmal...

Vor einigen Jahren schrieben einige Freunde der Erde und ich ein Buch, welches bis heute von mir als unvollständig erklärt wurde. Weil es einfach niemals ein Ende hat. Aber der bisherige Inhalt gibt das wesentliche Kernelement einer alten verborgenen Weisheit wieder an welche wir vor 6 oder 7 Jahren Anschluss fanden. Es können auch mehr sein. Ich lege das nicht fest. Das Wissen in diesem Buch und die stetige Meisterschaft zu dieser Weisheit hin, im Innern wie im Äußern, nenne ich Leben. Und schließlich erkennt Mensch alles gezielt im eigenen Getue. Warum, wieso, weshalb. Kreuz und Quer. ;)
Ich muss immer wieder an diese Zeilen denken, wenn ich morgens durch den Wald von Hunga stapfe, auf der Suche nach Futter. Inzwischen gibt Avalon auch immer öfter und mehr und man empfindet das nicht umsonst als Belohnung seines eigenen Tuns. Heute werden wir die Maniok Woche ausklingen lassen mit einem tollen Maniok Mahl das gar nicht so schnöde ist. Denn tonganisch kann auch lecker sein. Ab nächster Woche können wir uns totschlagen mit Papaya und Bananen. Ich empfinde das als erste große Belohnung meiner Arbeit. Ich teile diese nun. Ja. In Hochzeiten sollte Avalon locker zwei Leute ernähren. Wenn immer einer da ist, der Gärtner ist und dem Wald bei bringt zurück zu weichen. So wie der Prinz in Dornröschen. Das übernimmt dann der irische Reck Ryan. Ein junger dynamisch veranlagter Bursche dem man nicht sofort die große naturverbundenheit und Willenskraft ansieht. Er ist hier auf einer Stufe seiner eigenen Meisterschaft zum Druiden hin angekommen und lässt mir die Chance mein Examen in der nordischen Heimat zu vollenden. In 2 Jahren ist dann auch meine Anwärterschaft zum Druiden hin beendet. Ich bin schon ganz gespannt.

Ofa atu Nico

Druiden
https://youtu.be/Z_toJUv25eU

Www.menschundnatur.at.vu
Das Buch in Blog Form.

Samstag, 15. Oktober 2016

Küchendienst

03. 10. 2016
Nach zwei Monaten seines hier Seins darf und muss Ryan nun den Dienst in der Küche übernehmen. Da hat er nun viel zugeschaut und gelernt, nun heisst es für mich Entspannung. Nicht mehr so oft am morgen vorm heißen Feuer und auch nachmittags mal anderweitig die Zeit verwenden. Kann für mich auch nochmal ne tolle Erfahrung werden nach über 16 Monate des Stove Baus und dessen Bedienung.
Ich mach zwar immer noch Feuer auf Avalon. Das dient dann aber mehr dem Säubern des Gartens. Unsere kleine Hühnerfamilie hat gestern Zuwachs bekommen. Zwar alles Adoptivkinder welche von Ryan im Wald aufgelesen wurden aber weil er sich um die kleinen kümmern will sind sie nun ein Bestandteil auf Avalon. 6 kleine Küken in allen Farbvariationen. Die können ganz schön laut sein wenn die Hunger haben. Hihi.
Heute morgen stellte ich fest das ich den Kaffee nur noch brauch um über den Tag zu kommen. Es wird mir leichter fallen aufzuhören, nachdem ich mir das eingestanden habe. Als ich jeden tagein kokosnuss hatte fiel es mir auch schwer wieder auf mehr Früchte umzustellen. Ja... es ist manchmal kurios ... wenn der Körper sich bestimmter Dinge angenommen hat. So muss ich doch die Bananen und Papayas immer noch erhitzen in einer Art Früchte porridge zusammen mit 2 Teelöffeln Weismehl um nicht den ganzen Tag über flach zu liegen. Vorgestern erst probierte ich die Papaya roh und ich konnte den Rest des Tages in der Horizontalen verbringen. Also immer schön langsam umstellen. Mit dem Rauchen geht es schon besser. Kein tonganischen Tabak mehr, nur noch den selbst gezogenen hier von Avalon. Butler und Virginia. Viel leichter im Geschmack woran sich der Körper dann nach 2 Wochen gewöhnt hat. Und die Frequenz ließ dadurch auch sehr nach , nachdem sie am Anfang kurzzeitig anstieg.

04.10.
Nach über zwei Wochen Trockenheit und viel Sonne ist heute der erste Morgen an dem es bewölkt ist. Keine Briese. Bleibt nur zu hoffen auf ein paar Tropfen vom Himmel. Damit es wieder besser wächst im Garten.

06.10.
9 Wochen zu zweit im Wald. Donnerstag. Heute hatte ich während des Brunches wieder ein Gespräch mit Ryan. Seine Transformation und deren Geschwindigkeit. Boa. 2 Monate. Affentempo. Bis zu seiner Ankunft war er gezwungen immer sehr männlich zu sein und nun da jedweder Druck entfällt und durch die gute Kost entfaltete sich zum ersten Mal seine weibliche Seite. Diesbezüglich versorgte ich ihn auch mit allem Nötigen Wissen und wichtige Gespräche finden immer dann statt wenn es Zeit dafür ist. Wie zum Beispiel heute mit der Erinnerung an seine Herkunft und Männlichkeit. Erst jetzt sehe ich meine Entwicklung klarer im Bilde. Bis letztes Jahr Juli hab ich mich noch sehr dieser Weiblichkeit hingegeben und dann als ich sehr resident in diesem Wald wurde kam es mehr und mehr zu einer natürlichen Balance. Heute sehe ich es wenn ich in den Spiegel seh oder mich in diesem Körper auf Fotos betrachte. Von vor 2 Jahren , 1 Jahr und heute. Ein Blick ins Gesicht und in die Augen genügt.
Ryan sein Blick ist so klar und rein geworden. Seine Augen größer und weißer das ich mich vor dem guten Einfluss, welchen er von mir angenommen hatte, selbst erschrecke. Ich brachte ihm das heute zum Ausdruck. Mit aller liebe.

08.10.2016

Gestern beschloss Ryan wieder mehr Wurzelfrüchte zu essen. Wohl erkannte er das sein Körper die bisherige Korrespondenz in Relation zu seiner Transformation gut bewältigte, das es jedoch viel später noch zu Effekten kommen könnte. Er ist Irisch. Kartoffeln sind in seinem Blut und die sollten langsam aus getrieben werden. Wer schnell aufsteigt riskiert nen plötzlichen Fall. Irgendwas Material bleibt dabei auf der Strecke. Garantiert.
Nach einem kurzen morgendlichen Fußmarsch von 6 km sitzen wir nun wieder an dem kleinen Strand. Genießen die Sonne und das Wasser nach einer harten schwitzen Woche im Wald. Wir hatten die ersten reifen Tomaten. Zwei Stück. Durch Viel Arbeit und ausprobieren gelang es mir. Ich freue mich immer noch. Jetzt wird erstmal im lauen Wasser der Ebbe gebadet. All der Schweiß von dannen und tief durchatmend. Vorbereitung auf das Kommende. Der Dezember ist nicht mehr weit. Als Nord im Süden bekommt man das gar nicht so recht mit wie schnell die Zeit verrinnt. Aber ja. Es ist fast Mitte Oktober.
400 Euro hab ich schon in meiner Reisekostenkasse und ich warte noch auf den Rest um endlich wieder in die Nördliche Festung zu gelangen. Dann steht wieder eine Reise an. Durch den Himmel zu den Pforten Walhallas. Heimatland.

Bis dahin bin ich für Ryan da. Mit Rat und Tat meistern wir bisher alles was zu meistern ist. Er ist eben so für mich da. Das ist das wirkliche Gefühl von Gemeinschaft ... für das ich einst nach Vava'u gekommen bin. In den letzten Wochen ist all das Gut geworden was brach lag durch die angebliche Freundschaft von jemanden der sich nicht traute Der zu sein der er gerne wollte. Als Leser schaue man viele Monate zurück und erinnere sich daran wie ich einst hier strandete. Nun ist da der Lichtblick. Herzensbruder Ryan, der einzige der seinen Worten hat Taten folgen lassen und sich dazu entschlossen hat auf Avalon zu bleiben so das ich die Chance bekomme in den Norden zu ziehen. Das ist do ein Zweierding. Wir haben herausgefunden das wir Frieden schließen für unsere Vorfahren die vor vielen Zeiten einst gegeneinander im Zwist lagen. Die Neusiedler des Nordens, aufgenommen von den Vikingern mit den Angelsaxen des Südens.
So spazieren wir gegen Mittagszeit von der Lagune wieder zusammen in den Wald wo Avalon und Kamelot liegen. Ein tolles Wochenende beginnt.

Montag, 26. September 2016

Sei Gärtner, werde glücklich!

Das ist nicht nur so ein Spruch, denn es entspricht der Wahrheit. Und nur wenn man sich dem wirklich hingibt erfährt man das. Das funktioniert hier prima. Geht aber auch in jedem anderen Teil dieser Welt. Sicherlich ist es von Rat sich Dem mit Leib und Seele hinzugeben. Natural leben heißt die Devise. Reduziert. Low Impact. Jedermann Kann sein Leben dementsprechend ausrichten. Es funktioniert besonders gut wenn man gelernt hat loszulassen und loszuwerden um sich zu öffnen für die Schätze die uns Mutter Natur präsentiert.
Die letzten beiden Monate waren voll gepackt mit Gartenarbeit auf Avalon. Es war das beste Wetter dafür muss an dieser Stelle noch einmal betont werden. Nicht zu trocken und regelmäßig Wasser von oben. Erst heute habe ich wieder zwei weibliche Kürbis Blüten bestäubt. Was für eine Freude. Auch die Tomaten, Paprika, chilis, Kumalas (Süßkartoffel) wachsen wunderbar. Genauso wie die anderen mehr einheimischen nutzbaren Pflanzen. Heute erst aß ich die erste große und sehr reife, wohlschmeckende Papayafrucht. Der Apfel schlechthin. Danke Mutter Natur. Herzlichen Dank.
Auch die vielen Kokosnüsse die du uns als Trunk spendest sind echt der Wahnsinn das einem die Spucke weg bleibt. Ebenfalls die Bananen, welche nun auf Avalon heran wachsen werden uns bald speisen. In nicht mal zwei jahren ist es mir gelungen aus wildem Regenwald einen kleinen Garten zu zaubern. Das ist ein unaussprechlichen Gefühl. Jeden Tag der Natur so nah zu sein, zu beobachten und zu lernen. Immer an der frischen Luft und Sonne zu sein. Praktisch im Garten leben. Du fällst aus dem Bett in die Küche und bist währenddessen von Waldgarten und Gartenwald umgeben. Im Wald ist die Sonne wohltuender, die Luft eine bewegtere, alles Dinge die aus einem normalen Menschen wohl gefühlt und behutsam einen Gärtner werden lassen.

Ryan, der nun schon seit Anfang August hier weilt entwickelt sich auf diesem Wege und er genießt es sichtlich auch wenn es aus der Sicht der zivilen Welt oft anders ausschaut und sich oftmals streng anfühlt. Die Natur nimmt deinen Körper her und formt in um. Halte nicht zu sehr dagegen. Gibst du dich ihr hin zaubert sie dir dein lächeln zurück ins Herz. Sei aber geduldig mit dir selbst. Der irische Kerl war zu 100 % Mann. Das akzeptiert die lebendige Natur nicht. Sie verlangt stets das Gleichgewicht in jedem Körper. Man lese Schauberger um dies tiefer zu ergreifen. Erst war ich selbst etwas erschrocken wie schnell die Prozesse hier im imposanten Wald von Hunga vor sich gehen wenn man los lässt. Kommt man viel zu weiblich einher? Wird man wieder auf mehr Mann gerückt,wie es bei mir im Körper geschah. Jetzt kann ich es spüren. Hier dem Wetterkonditionen zu widerstehen verlangt Männlichkeit, wenn sie von Nöten wird. Zum Gärtnern bin ich eine neue Gefährtin. Allzeithoch jedoch ist es so wichtig auf diese Balance im Körper und Geist zu achten. DENN ...

... Wandlung geschieht mittelbar und langsam.

https://youtu.be/SBK4F3PASxA

Montag, 29. August 2016

Insel des Schmerzes ?

Freitag ist es. Ende August. Und ich frug mich kurz in diesem Moment, unterwegs mit Ryan in die Stadt, warum ich so gut auf diese steinige und doch so liebevolle Insel passe. Warum mich der Wald akzeptiert hat?  Ich beobachte die Dorfbewohner, Menschen wie du und ich, meine Freunde, wie sich jeder 1 gr Paracetamol einwirft. Heute bleibe ich verschont, meine Entgiftungsschmerzen sind nicht stark. Jedoch habe auch ich immer Iboprofen dabei wenn es in die Stadt geht. Der Skipper Ginger gibt Anweisungen das Boot in Balance zu halten. Es pfeift ein kalter Wind um die Köpfe aller. Dickes Haar und Kopfbedeckung Pflicht. Die gute Sonne macht sich auch heute rar. Vor Antritt wärmte sie uns etwas auf. Auf ein Morgengespräch mit Vaha war keine Zeit mehr da Ginger heute zeitig los wollte. Ich bin gespannt ob Mamas Paket angekommen ist und bete für einen reibungslosen Ablauf in der Stadt.

Samstag nach mittag.
Nach einem guten 7 km Walk mit Ryan zusammen, Pferdeäpfel sammeln und paar gute Trinkkokosnüsse genießen , sind wir wieder zurück. Der junge Mann entscheidet sich für eine Dusche und verschwendet 10 Liter Wasser dafür. Eine Belehrung meinerseits und dann fühlt er sich zwar Aussen herum sauber jedoch innen nicht mehr. Wie War das mit dem Wasser sparen auf Avalon? Freute ich mich doch jedes Mal das ich nur 2 Liter zum duschen brauche. Und hinterher fühle ich mich erfrischt und vor allen Dingen sauber. Warum also 5 mal mehr benötigen? Jedes falls kehrt er nach ein paar Minuten Rückzug mit einer Entschuldigung zurück und überlegt was er machen kann um in Zukunft sparsamer zu sein. Dazu muss ich allerdings auch sagen, es war in den letzten zwei Tagen viel Sonne und wir haben uns beide bißchen den Buckel verbrannt. Runter zukommen braucht allerdings Zeit  eine zu lange Dusche lässt nicht nur die Haut schneller Altern sondern erschöpft das Trinkwasser schneller. Er will sich Gedanken machen über eine Erweiterung des Wasserspeichers. Ich verzichte auf eine Dusche da wir gleich noch sowieso das ein oder andere Baumfeuer starten und ich dabei sicherlich schmutzig werde. Ich nehme daher die tägliche Katzenwäsche gerne in Kauf. ;)

Sonntag waren wir zusammen im Dorf und folgten einer Einladung zum Mittagessen bei Soane. Wie jeden Sonntag gab es im Umu zubereitete Speisen. Gebackene Wurzelknollen von Yams und Maniok. In kokosnussmilch gedünstete Papaya und Wassermelone. Als Gemüse wurden im Umu gedünsteten Kape blätter gereicht. Mir kam es vor als hätte ich zuviel gegessen, wahrscheinlich machte mir aber nur die Mischung von Frucht und Knolle zu schaffen und das auf der davor 3 Wochen lang durchgeführten Wald-lowcost mit Reis, Haferflocken und Bananen.

Es ist Montag und nach einem spärlichen Frühstück geht's an die Arbeit. Neue Beete mit Holzasche düngen und neue Baumfeuer legen. Ein recht entspannter Tag mit einiges an Sonne. Nach den letzten 2 sehr kühlen Wochen wird es wieder etwas wärmer.
Diese Woche ist wieder Neumond und dann kommen neue Samen in die Erde. Tomaten , Gurken und Kartoffeln. Es herrscht wunderbarer Frieden auf Avalon.

Samstag, 20. August 2016

Zauberlehrling mit tollen Ideen

2 1/2 Wochen und es fühlt sich an als wäre es schon eine längere Zeit. Ryan hat sich gut eingewöhnt in den Wald und ist nun dabei in tieferen Kontakt zu kommen. Ich erkenne das daran, daß er nicht mehr soviel redet. Scheinbar ist er nun allen unnützen Ballast losgeworden und wenn alles paßt, dann ackert er auch ordentlich. Eigene kleine 'Projekte' entstehen nun dank seiner Hand nnd den sinnvoll eingesetzten Werkzeugen. Eben kam er an und präsentierte mir stolz die gebrochene Schaufel. "Und nun? Repariere sie. Oder besorge eine neue." Er muss lernen solche Entscheidungen allein zu treffen. Er wird es nötig haben. Das erste was "unbewaldete" Menschen fragen: wie teuer war es? Wobei inzwischen ich mich frage : wie kann ich es reparieren ohne Geld?
Das ist nur ein kleiner wichtiger Auszug aus unserer gemeinsamen Zeit hier. Einiges was das Gärtnern angeht, weiß er nun auch schon und im richtigen Moment wird er es anwenden lernen. Zum Beispiel das Samen legen unter den Papayabäumen. Die Pflanze macht hier im Walde höchstens 2 mal im Jahr Früchte. Ich nehme an nächstes Jahr um die Zeit werden alte Bäume gewichen sein, weil unter ihnen schön neue heran gewachsen sind und neue Früchte bilden. Die höchsten und stärksten der Papayas hängen nun schon voll mit 30 Früchten pro Baum. Und nach oben hört das Wachstum im Momentanen Wetterbericht einfach nicht auf. 1x im Monat ist eine mehrtägige Regenzeit, gefolgt von sonnig-wolkiger Trockenzeit, auffällig. Es wächst wie zur Regensaison an und nach den Regentagen. Regnet es allerdings mehr als 2 Tage hintereinander weg, bringt das wieder die regulierenden Predatoren auf den Plan. Jetzt heißt es warten auf die Reife der ersten unteren Früchte. Der erste Bananen Baum bildet nun auch schon Früchte seit Anfang August. Mal schauen wie lange es braucht und ob sich die Bananen ohne Krankheit ausbilden können. Ich zähle ca. 40 Bananen der Sorte 'Pata' bis jetzt. 'Momoi' könnte es aber auch werden. Das erkennt man später am Geschmack.

Ryan und ich hatten die Tage die Idee kleinere Informationsvideos zu machen wie ich sie schon angefangen hatte für die Playlist "Forest Gardening" auf dem Youtube Channel "Mensch und Natur". Diese Videos werden vordergründig auf Patreon.com zu sehen sein und der Zuschauer kann entscheiden ob er etwas zurück gibt in Form eines 'Pledges' oder nicht. Die Erlöse werden auf das Paypal Konto fließen um die Kommunikation zwischen den Leuten auf Avalon und der Welt aufrecht zu erhalten. Gehen mehr als 25 Euro pro Monat ein kommt das gespendete Geld dem Gärtner von Avalon und seinen Helfern zu Gute. Nahrung im Falle von Not. Werkzeuge und Materialien für Reparatur etc..

Es regnet immer noch. Mittwoch. 17. August. Mittagszeit. 12 Stunden Regen. Das ist eine feine neue Erfahrung für Ryan. Er meistert sie auf irische Art. Er Arbeiter nackt im Beet. BRAVO. Er ist noch so voller Energie und da ist viel Zeug in seinem Körper was ihn stark macht. Soviel Unrat kann ich gar nicht mehr essen das ich wieder so stark werde. Ich fühle es. Ich kann ackern  wie ein Blöder aber es will einfach kein Schmerz in den Muskeln auftauchen. Ist der Stechspaten leichter geworden?

Ich schreibe gerne also nutze ich die Regenstunden dafür. Die Regenpausen gehören dem Bedienen der schweren Werkzeuge um weitere Beete aus dem Boden zu stampfen.;) Doch heute ist der Wurm drin. Ryan ist inzwischen auch zurück. Zuviel Regen, sagt er. Ich hau mich gleich mal auf ein Nachmittagsschläfchen hin, denke ich und da erscheint plötzlich mehr Licht. Ein kurzer Sonnenlacher aber es regnet noch. Nie zu früh freuen. Oft kommt dann der Dämpfer. Denkprozesse halt. Stop, nicht zuviel denken. Nur reagieren. Dann fühlt man ständig besser.
Ryan nennt das Nachmittagsschläfchen meditieren. Warten auf besseres zu gleich freundliches Arbeitswetter könnte man es ebenfalls nennen. Wie auch immer. Von allein kommt die Frucht nicht auf den Baum oder in die Erde.

In diesem Sinne.

Ryan und Nico

Donnerstag, 11. August 2016

To be a Scout

Vorgestern war er nun da. Der erste große Einsatz als Waldshut und Scout. Eine Handvoll Briten wollten es wissen. Wir wollen zu unseren Grundstücken. Es sind nette Leute im Alter wo man sich schon erzählt wie schön die Rente sein wird. Die Frau des Gov bittet mich zum Einsatz ist jedoch mit von der Partie, was in mir sehr großen Eindruck hinterlässt. Was noch bequem und komfortabel im Minischritt anfängt endet im Ende suchenden für alle im Schweiße des Angesichts flotten Marsch durch dichtes Gebüsch, denn die einstigen Straßen vom letzten Jahr sind kaum noch als Solche zu erkennen. Hier sollte wohl mal vernünftig investiert werden. Es war ein mühseliger  Marsch der jedoch von allen Beteiligten gemeistert wurde. Meine Entscheidung beglückte die kleine Gruppe mit einem kleinen Insel Rundgang inkl. Blick von der Nordküste Hungas auf den weiten Ozean.
Ich nehme eine prägende Erfahrung mit:
Mein neuer Orientierungssinn. Nur nach Uhr, Sonnenstand und fotografischem  Gedächtnis ist es mir gelungen durch die von 7 Zyklonen veränderte Gegend zu führen. Wobei ich einmal mächtig ins straucheln gekommen bin. Der  Nordwesten Hungas hat sich doch in den letzten Monaten durch den vielen Regen und das mächtig schnelle Wachstum sehr verändert. Nur ab und wann tauchen Bilder auf die mit meinem Gedächtnis übereinstimmen. Oft sind es nur Bildfragmente. Nach dem Erreichen der Grundstücke geht es im Gänsemarsch zurück ins Dorf wo sich alle Glücklich bedanken und eine nette Aufmerksamkeit den Besitzer wechselt.
Ausgelaugt geht es in den späten Nachmittagsstunden zurück nach Avalon für ein Dinner und einen sehr tiefen Schlaf.
Am selben Tag in dem frühen Stunden wurde ein Süßkartoffel Beet fertiggestellt. ;) Fazit. 2 Wochen lang Nahrung für 1 Person. Ryans Körper gewöhnt sich an die neue Umgebung und die vielen Gespräche sind oft anstrengend jedoch sehr Abwechslungsreich. Wir schauen mutig in die Zukunft.