Mittwoch, 10. April 2019

Auf zu neuen Taten !!!

Es gibt ja einige Menschen die, als ich Hunga Island Ende 2016 in Richtung Deutschland verließ, dachten: Das war es dann - Er gibt auf - Er dreht um - Er hats versucht - Schade drum!

All diese Zuschauer haben nicht richtig zugesehen. Ich habe, soweit ich das beurteilen kann, auf Hunga gelernt, einen Fokus zu entwickeln. Sich auf etwas zu konzentrieren. Die Kraft seiner Gedanken zu benutzen. Ein Ziel zu haben, auf das man hinarbeitet. Egal, in welchen Tempo, man wird dort ankommen, wenn man den Fokus nicht verliert, wo man will. Ich lass mich gerne mal unterhalten, aber das war es dann auch wieder ganz schnell. Denn nichts soll mich unten halten, wenn es nicht meine eigene Entscheidung war.

Auch für mich eine Erfahrung, die längst überfällig in deutschen Gefilden war, Menschen zu treffen und zu sehen, ja sogar zu fühlen, die sich aufmachen dich auf deinem Weg ein Stück lang zu begleiten. Die sich selbst erheben wollen aus ihrem staubigen und grauen Kleid des deutschen Vermächtnisses um ein neues Kapitel zu durchschreiten, ich fang sie alle ein. Ihr dürft mich gerne begleiten.



Mein Plan:

Warum nicht das ganze Garten-Avalon-Erlebnis auch anderen Menschen, die das verdient haben und auch wollen, verfügbar machen?

In erster Linie, Menschen die mir schon Nahe stehen, die mich also schon auf die ein oder andere Art kennen, und schon des öfteren eine Verlautbarung bzgl. dessen aussprachen?

  • zu diesem Zweck muss ich erstmal Geld machen und Geld sammeln
  • Dazu muss ich mein Schlafhaus im Garten neu aufbauen, wenn ich dort bin (Fertiggestellt in 11/2019)
  • Dazu muss ein zweites und drittes Schlafhaus gebaut werden (2020)
  • Dazu muss der Garten gepflegt werden (bis jetzt schaut mein Hausmeister nur nach dem Rechten)
  • Neu dazugewonnene Waldfläche (1 Acker) soll in einen essbaren Garten verwandelt werden (2019-2020)
  • Ein neues Gebäude für Küche und Aufenthalt (2020)

Bei all dem wäre eine helfende Hand nicht schlecht. Es funktioniert zwar auch zu Zweit (Danke Basti!), dauert aber dementsprechend lange. Und hier wird richtig dicke Haut, eisenstarker Willen sowie ein leerer Geist benötigt. Wenn du wissen willst was das bedeutet, dann schaue einfach bei folgender Webseite vorbei und bewirb Dich einfach: 


zur Garten Avalon-Seite



Ab Mai 2019 bin ich in Mitteldeutschland unterwegs als Gärtner um die Avalon-Kasse aufzubessern.

Ich bitte Euch um eine rege Beteiligung. Spenden sammle ich über obene erwähnte Seite ein, er dürft mich aber auch persönlich ansprechen/anschreiben. Ich bekomme genug Geld zusammen um selbst wieder ins Königreich des Südens (Tonga) zu gehen und noch jemandem diese Möglichkeit zu bieten. Jemand dem es absolut unmöglich wäre, selbst nur den Flug zu bezahlen, dafür die Spendenaktion.


zur Garten-Avalon-Spendenseite



In diesem Sinne, euer Nikko

Montag, 25. März 2019

Aufbruchstimmung

Da ist sie. Die Stimmung des Aufbruchs. Es ist Samstag, der 23.03.2019 und an diesem Nachmittag trinke ich auf Avalon meinen letzten Instantkaffee für dieses Jahr um danach den Rest meiner spärlichen sieben Sachen im Koffer zu verstauen. Irgendwie hab ich diesen aber nicht so schwer packen können, wie er war, als ich hier angekommen bin. Er ist ungelogen nur noch halb so schwer. Das stimmte mich freudig. Weniger zu schleppen. Auch der Rucksack wird viel leichter sein. So sitze ich jetzt bei Soane und schau ihm beim Pelé schnippeln zu. Vorbereitung fürs Dinner. Der Himmel strahlend blau obwohl es gestern noch gut regnete. Da war natürlich Mückenalarm heute. Um 15.30 Uhr bin ich los gelatscht. Der bestellte Truck ließ auf sich warten. Eine halbe Stunde später weiß ich warum. Ich lief mit Sack und Pack los und traf Manu und Soanes Jungs auf dem Hauptweg. An der Stelle war er vom Busch so sehr zugewachsen das sogar die Tonganer nicht mehr viel mit ihren großen Buschmessern machen konnten. Wir hatten uns zum Glück gefunden. Es war wieder einmal das Gefühl im Bauch.
Ich bin nun um 15.35 los gelaufen, weil niemand um 15.30 kam um mich abzuholen. Das in den letzten Wochen der Busch an der Hauptstrasse so sehr gewachsen ist, habe auch ich noch nicht erleben dürfen in den vielen Monaten die ich zwei Jahre zuvor hier verbringen durfte. Aber bei soviel Regen, wie er in 2019 schon in den ersten 2 Monaten hier herunterkam, es waren um die 1400 mm, ist es im nach hinein wirklich nicht verwunderlich mit dem starken und rapiden Wachstum der Pflanzenwelt auf Hunga Island.
Mein Dickkopf, also mein Verstand, wollte mich ins Dorf laufen lassen, was auch rein körperlich kein Problem gewesen wäre, doch als ich recht frische Reifenspuren in der rötlich-braunen Erde der Hauptstrasse erkannte, mischte sich sofort mein Gefühl mit ein. Mein Körper wollte kehrt machen, mein Verstand wollte Stur weiterlaufen Richtung Dorf. Ach, wie schön das mein Gefühl den Sieg errang und so kehrte ich um und lief in die entgegengesetzte Richtung. Manchmal sollte man das machen. Um schneller an sein Ziel zu kommen einfach in die entgegen gesetzte Richtung laufen. Ich ließ meinen Koffer und den Rucksack natürlich am Wegesrand liegen und pirschte dann schnell wie ein Rehkitz durch das Dickicht, welches auf der Hauptstrasse wuchs. Ich zerkratzte mir dabei die Schienbeine, was ich jedoch erst bemerkte als ich mein Ziel erreichte. Da stand Manus Truck quer und mitten auf der Buschstrasse. Erst dachte ich, sie haben sich fest gefahren und kommen nicht mehr frei. Ich rief nach Manu und ein "Vau!" kam aus dem Wald. Da kamen dann die Jungs von Soane angelaufen und nachdem ich in den Wald eintauchte erkannte ich auch Manu welcher unter eine Kokosnusspalme mit einer Machete saß ...
Schnell noch paar Kokosnüsse für die Schweine im Dorf geknackt und dann ging die heitere Fahrt zurück ins Dorf los. Der Weg war zum Glück trocken und das Gemüt erhoben. Mit Soane hatte ich ein lockeres Gespräch während er für mich Abendbrot kochte. Er ging extra in den Busch um Pele-Blätter zu ernten. Zusammen mit dem schon gebackenen Maniok zauberte er mir ein wunderbares Abendbrot.
Samstag Abend lief in der Dorfhalle ein Rugbyspiel im TV. Soane und ich gingen dort um kurz vor 20 Uhr hin. Abends hatte auch noch der kleine Dorfladen auf. Der Dorfladen erinnert mich an die kleinen Läden die wir zu DDR-Zeiten in Jeserig hatten, dem Dorf in welchem ich in Deutschland aufgewachsen bin. Wir nennen sie bis heute noch scherzhaft: "Tante-Emma-Laden". Um Viertel nach Zwanzig Uhr begeben wir uns beide zu den anderen Herren welche es sich auf Matten in der Halle gemütlich gemacht haben. Soane gab mir so ein Sprudelgetränk mit Zucker und Kohlensäure darin aus. Wenig später, das Spiel läuft schon und Neuseeland war schon mit einigen Punkten den Südafrikanern vorraus, da reicht mir mein Nachbar eine Schale mit dem Nationalgetränk "Kava" darinnen. Da ich es schon kenne und auch schonmal in den Genuss eines Kava-Rituals gekommen mit während meinem letzten Hunga-Aufenthalt nahm ich dankend an und verschlang die bitter schmeckende Flüssigkeit. Diese eine Schale war jedoch zu wenig , als das sich eine Wirkung in meinem Körper breit machen könnte. Man muss schon 3-4 Schalen trinken und das am besten auf nüchternen Magen um in den Genuss der beruhigenden Wirkung zu kommen. Hier gibts mal eine kleine Erläuterung zu dem Kava-Getränk
Am nächsten Tag, dem Sabbath gehts in die Kirche, ich blieb jedoch bei Soane im Haus um mich auszuruhen und später um elf herum gab es dann das Sonntagsmahl. Jede Menge Maniok und Lu (in Taloblätter eingewickeltes Hühner- Schweine- oder Lammfleisch welches im Erdofen gebacken wird). Um 15 Uhr fährt das Boot von Koliseti nach Neiafu, die Hauptinsel von Vava'u, um dort die Schüler abzuliefern. Das sind die Jungs und Mädels die die Woche über bis Freitag in der Stadt bleiben um jeden Tag zu Schule zu gehen. Es soll schließlich mal was aus ihnen werden. Jeder ältere Tonganer wünscht sich, das seine Kinder später mal was gescheites in Übersee arbeiten um Geld nach Hause bringen zu können. Denn die Wirtschaft im Königreich ist nun mal an Grenzen gebunden, was verschiedene Gründe hat, welche ich an dieser Stelle nicht aufzählen möchte.

Soana V - Der Meisterkoch im Dorf

Maniok und Pele. Wunderbare Kreation.

Filipe - Soanes Kleinster

Niu aus Neiafu

Tu'imala - Lord Fulivais Schwester

Um 16.30 Uhr sitze ich unter dem großen Baum am Hafen. Hier wurde vor einigen Monaten erst tolle Steinbänke gebaut so das man schön unterm Baum sitzen kann. Der Baum schützt das ganze Jahr über vor Sonne und Regen. Ich warte auf Mala und Niu, welche ich 15 Minuten früher aus dem Bett geklingelt habe. Um 17 Uhr rufe ich nochmal durch um sie endgültig aus den Federn zu jagen.
Später am Abend sitze ich bei Mala und Niu auf dem Balkon mit der "Eine Million Dollar"-Aussicht und schreibe darüber, daß ich gerade dabei bin mir über's Internet ein zweites finanzielles Standbein aufzubauen. Die letzten zwei Stunden hatte ich also den FB Messenger und Skype dazu benutzt um da etwas in die Wege zu leiten. Scheinbar bin ich bei verrückten Leuten gelandet. Passt doch! Bin ja auch nicht ohne. Woran erkennt man das ein Mensch immer für Veränderungen bereit ist? Er ändert sich in ziemlicher Windeseile. Heute sah ich in einen großen Spiegel und entdeckte das mein Kopfhaar wieder sehr hell geworden ist. Ich weiß ja wo die Ursachen dafür liegen. Ihr auch? Nein! Fragt mich... Hat was mit Ernährung und mit viel Bewegung und mit einiges an Willenskraft zu tun.
Ich teile mein Wissen auf Anfrage. Perlen vor die Sau? Ne. Noch nicht.
Ich stand heute morgen auf einer Körperwaage. Ich fühlte mich schon die letzten zwei Monate leichter und frischer. Kein Wunder. Der Wald hat mir behutsam Vierzehn unnütze Pfunde genommen. Dafür Danke. In 48 Stunden befinde ich mich schon in Nadi/Fiji.

Dort bin ich angekommen und ein freundlicher Taxifahrer, der sich scheinbar nicht in seiner Domäne auskennt (Er musste nach dem Weg fragen, Gottseidank gibt es Google Maps) brachte mich zu meinem Motel für die Nacht. Mein Anschlussflug geht nämlich erst am nächsten Morgen. Ich quartiere mich ein und bekomme gleich am Anfang mit das die indische Familie, welche die Unterkunft zu leiten scheint, nicht sehr Kundenfreundlich eingestellt sind. Das genügt mir jedoch. Ich lasse mich dann beim nächsten Supermarkt (New World IGA) absetzen um dort etwas einzukaufen für den kleinen Hunger. Den Rückweg, etwa 2 Kilometer, gehe zu Fuß und dabei eröffnete sich mir ein fantastisches Bild. Die Bergkette im Hinttergrund und ein kleines Regengebiet mehr östlich davon. Schwenkt der Blick dann nach Westen kommt immer mehr die Sonne hindurch. Im gesamten einfach ein Traumhaftes Bild.

Manu von Hunga



In diesem Sinne, euer Nikko.

Montag, 18. Februar 2019

Nach dem Sturm ist vor dem Sturm

Der Start in das neue Jahr fing sehr wässrig an. Es regnete acht Tage fast ununterbrochen. Mal stärker, Mal weniger. Jedenfalls hieß das nichts tun. Acht Tage warten auf ☀️.  Das ging vorbei. Viel lesen und wenn es Internet gab bissl surfen und dann und wann einen Film. Viel geschlafen und wenig gegessen. Dem Garten zugesehen im Wasser zu versinken. Die Grube, welche ich damals Aushub füllte sich bis zum Anschlag aber auch der Wassertank, die dicke Berta, war danach bis zum Anschlag voll. Am 8.1. kam das erste Mal die Sonne raus und somit auch wieder die Moskitos.
Ich brauchte zwei Tage um wieder in die Gänge zu kommen. Am Freitag den 11. Januar musste ich dann in die Stadt fahren, weil einige Dinge während des Sturms ausgegangen sind.  Mehl und Zucker oder Backpulver. Die Chilis an den Sträuchern sind während des Unwetters alle drauf gegangen und heute, am 16. Januar reifen die ersten neuen Früchte nach. vMein Nachbar Dirk meldete sich in der Zwischenzeit mit einer Bitte, ich solle ihm einen Gasherd besorgen, da er und seine Frau Ende Januar wieder nach Hunga kommen.
Morgen ist der große Tag an welchem ich mit Soane, einem Freund aus dem Dorf auf der anderen Seite der Insel, abermals in die Stadt fahre um diese Besorgung zu machen. Das Geld dafür hatte ich zügig auf meinem Konto. Hoffentlich klappt das mit dem Herd dann auch so fix. Im Tropicana in Neiafu bin ich morgen früh noch auf einen Kaffee mit Peter eingeladen. Den hatte ich vor Weihnachten in der Stadt kennen gelernt als ich Sebastian dort abgab welcher ja nun wieder schon einige Zeit in Deutschland ist. 
Sonntagslunch bei Soane im Dorf auf der anderen Seite der Insel.


Hibiscus blüht auf Avalon







Bis jetzt ist es trocken geblieben und der Weg durch den Wald ist immer noch nicht mit dem Truck passierbar. Das dauert noch locker eine Woche. Am letzten Januar Tag hole ich dann zusammen mit Manu und Soane meinen Nachbarn ab und danach hab ich dann noch schöne 6 Wochen für mich und den Garten Avalon Zeit. Am 22. März dann wird dann wohl Aufbruchsstimmung entstehen. Mein Plan kommt immer mehr in die Realität. Wieder für ein Jahr schaffen gehen um die Avalonkasse aufzustocken. In 2020 geht's es dann mit Verstärkung zurück nach Hunga Island.


In diesem Sinne
Euer Nico

Dienstag, 15. Januar 2019

Neujahr

Heute ist Silvestertag.
Ich sitze auf der Truhe im Rundhouse schon den ganzen Tag,wenn ich nicht in der Falle liege und Ruhe. Es regnet schon den zweiten Tag. Dauerregen. Irgendwo bei Fiji dümpelt ein Tiefdruckgebiet Namens Mona umher um dann Richtung Tongatapu abzuziehen. Monsunregen ist gut für den Regenwald und all seinen nützlichen Pflanzen. Ich lege für diese Zeit meine Arbeit nieder und lese viel. Schau ab und zu einen Film über Netflix. Das Mifi im Antennenbaum macht sich gut. Das Netz von Digicel ist besser geworden und günstiger. Momentan lade ich alle Akkus fürs Mifi in der Küche an der großen Batterie auf um bald wieder etwas im Internet sein zu können. Soziale Kontakte die ich nun darüber Pflege. Basti ist am 22. Dezember abgereist nach Deutschland. Unser Gast Mike entpuppte sich nicht als Tat- sondern nur Wortkräftig. Solche Leute suchen ihr Glück wohl vergeblich auf Avalon. Und so machte sich Mike am Donnerstag letzter Woche wieder auf die Reise. Im Moment sollte er auf der Hauptinsel sein und auf die schnelle Fähre nach Tongatapu warten. Ansonsten kann man ja immer noch mit der königlichen Airline oder mit Fiji Airways dort hin kommen. Ich hab nun viel verdiente Ruhe, vermisse jedoch unseren fleißigen und mutigen Gärtner Basti. Was für ein Mann. Ich sage Euch: er passt fabelhaft hierher. Nichts anderes wünscht sich ein Garten mehr wie solchen Gärtner. Als hätte ihn der Schöpfer persönlich dafür auserkoren. Als wir zu zweit waren, hatten wir eine Ruhe und einen Frieden und alles ging Hand in Hand. Als das Gröbste geschafft war entspannten wir häufiger Mal zusammen oder jeder für sich. Niemand kam dem anderen zu Nah. Man entfernte sich aber auch in allen Belangen nicht all zu sehr voneinander. Eben die perfekte Mischung. Mike war da anders und mir wurde am ersten Tag schon klar, das dies nicht lange funktionieren würde. Ich möchte da nicht tiefer reingehen. Wer da mehr wissen möchte schreibe mir doch eine Mail.
Ist diese Woche vorbei, mit all dem Regen, werde ich Elke und Werner nochmal einen Besuch abstatten. Basti und ich waren Anfang Dezember bei den beiden für eine Nacht zu Besuch und brachten viele Stecklinge und Samen mit. Dafür bin ich sehr dankbar. 

Sobald es wieder trockener ist kann ich auch wieder Feuer zur Hilfe nehmen um neu errungenes Gartenland urbarer zu machen. Der Wald würde es sich sonst viel zu schnell wieder holen. Ich hoffe nur mir bleibt noch genug Zeit. Mein Zweijähriges Arbeitsvisum ist seit Anfang September im System der Einwanderungsbehörde und sollte bis Mitte März spätestens durch sein. Ich bin deswegen in regelmäßigen Kontakt mit meinem Agenten Alex in Nuku'alofa. Ich hatte Anfang Dezember mein dreimonatiges Besuchervisum auf sechs Monate verlängert. Das kostete nochmal 70 Euro. Die ersten drei Monate waren frei. Also wenn jemand von euch Mal ein halbes Jahr auf Avalon verbringen möchte mit mir und/oder Basti zusammen, Fleiß und Ehrlichkeit voraus gesetzt, dann weiß er was es fürs Besuchervisum kostet. 
Sollte mein Arbeitsvisum bis dahin nicht da sein muss ich wohl ehrlich gesagt wieder einen Deutschlandbesuch in Erwägung ziehen. So hätte ich dann auch die Chance mit meinem Können und meiner Hilfsbereitschaft meinem Freund Kai gegenüber, etwas Geld zu verdienen um dann ca. ein Jahr später in 2020 mit Basti und vielleicht dem Roger wieder in der Wahlheimat im Süden zu sein. Das ist der Plan. Das Arbeitsvisum fürs Königreich bekomme ich dann wahrscheinlich wenn ich wieder in Deutschland bin. Und muss es nur Verlängern lassen wenn ich wieder hier wäre. 
Mal schauen wie es kommt. Es stehen alle Tore offen da nun auf einem extra-Konto Geld bereit liegt für einen Flug nach Deutschland. Gehe ich früher, hab ich sogar noch genug Geld vom Avalonkonto  um gut zu landen. Ich möchte, das ihr das wisst, nicht das es später dann wieder heißt: hach ... Guck Mal der Nikko gibt wieder auf und sammelt Spende um zurück zu fliegen. Wie schon mal erwähnt geht es für mich im Leben nur vorwärts. Das sich aus der damaligen Gelegenheit, die sich mir bot, schon etwas Greifbares geworden ist, liegt nun offen auf der Hand. 


Euch allen wünsche ich ein wunderbares neues Jahr und das all eure Wünsche und Pläne in Erfüllung gehen kämpft dafür.

In diesem Sinne euer Nikko.
Hier geht's zum Film


Das neue Roundhouse fast fertig im November 2019



Auf der Reunion-Verannstaltung im Eingeborenendorf von Hunga ISland

Ich saß neben Karyn von Engelbrechten (Tonga Beach House)

Manu von Hunga. Ein sehr sympatischer  Tonganer mit einem Truck und einem Boot.


Guten Morgen auf Avalon



Dienstag, 18. Dezember 2018

Jahres-Wechsel

18. Dezember 2018

Während sich auf Vava'u Sonne und Regen im feucht heißen Schlagabtausch abwechseln gehen auch die Dinge in und um Avalon weiter. Sebastian hatte eine wunderbare Zeit auf Hunga Island und verbringt nun seine letzten Tage mit mir auf der Hauptinsel Neiafu. Inzwischen ist Mike angekommen. Es ist knapp über ein Jahr her als ich diesen in Sachsen/Zwickau traf. Ein junger Kerl mit freundlicher und lockerer Zunge. Er machte vor einiger Zeit ähnliche Erfahrungen mit der Natur auf den Philippinen und zeigte Interesse auch Mal die Südsee kennen zu lernen. Was damals nur Worte waren verdichtet sich zu gewissen Taten. Mike ist heute auf Vava'u angekommen in der Absicht eine Zeit lang auf Hunga zu verbringen. Ob er dafür schon genug Erfahrung mitbringt oder bestimmte Erlebnisse auf ihn warten steht noch in den Sternen. In wenigen Tagen geht es zurück auf die Insel mit ihrem ganz eigenem Charme. In der kurzen Zeit hier in der Stadt treffe ich neue Menschen und Pflege bestehende Beziehungen. Heute hatte ich ein tieferes Gespräch mit Peter, der nun schon viele Jahre auf Vava'u lebt. Wir lernten ihn vor 3 Tagen vorm Tropicana bei Greg kennen. Er ist sozusagen ein Fan welcher direkt vor der Türe lebt. Ich bin gespannt was sich aus dieser neuen Bekanntschaft entwickelt. Peter ist einer der weißen Menschen hier die die Fähigkeit haben dir dein Herz vor zu lesen. Er bestärkt mich in dem was ich mache. Wir sind auf einer Wellenlänge. 







Die wenige Bewegung, laufen durch die Stadt, hier genieße ich im Angesicht meines Schweißes in vollen Zügen. Ich bin gespannt ob die Katze, welche sich auf Avalon einquartiert hat, wohlauf ist und die Woche meiner Abwesenheit gut überstanden hat. Ich bin gespannt ob Mike eine Hilfe oder ein Widerstand sein wird, ich hab gemischte Gefühle diesbezüglich. Ich bin gespannt wie Werner und Elke auf Fofoa auf ihn reagieren. Den Werner haben wir heute in der Stadt getroffen. Nach einem kurzen Austausch aller Neuigkeiten lud er mich zu einem abermaligem Aufenthalt bei ihnen ein. Diesmal auch gerne etwas länger als nur eine Nacht. Länger wurde es beim letzten Mal nicht als Sebastian und ich dort waren. Da befanden wir uns ja noch in der Bauphase und wollten fertig werden um noch die letzten Wochen zusammen in etwas aufgelockertem Beieinandersein zu genießen.


Schaut euch den letzten Film an.
Ich wünsche euch einen guten Rutsch und ein schönes Weihnachten. In diesem Sinne, euer Nikko.

Mittwoch, 31. Oktober 2018

Im guten Vertrauen

Oft denkt man, man kennt bestimmte Menschen. 

Man ist sich sicher es sind die Rechten derer. 

Ehrlich und Recht schaffend. 

Hakim kannte ich nur über's Internet und die Tatsache das er aus Luxemburg stammte war mir einerlei. Jeder bekommt eine Chance von mir. Ich nenne das Urvertrauen. Ich habe bemerkt,das wenn dieses mein Urvertrauen missbraucht wird, es dem Übeltäter hinterher oft schlecht ergeht. Ich wünsche niemandem schlechtes, aber Hakim sein Weg endete außerhalb des Königreichs auf einem anderem Inselstaat im Gefängnis, wenn man dem Glauben schenken mag. Die Polizei auf Vava'u scheint davon nichts zu wissen, jedoch erhielt ich diese Information von einer Person welche Hakim etwas näher stand, darum ist es fragwürdig. Vielleicht existiert diese Geschichte auch nur damit der junge Mann aus Luxemburg von anderen Geld erschwindeln kann. Im Königreich Tonga jedenfalls ist er nicht mehr weil er wegen schweren Diebstahls und Betrug gesucht wird. Es ist vom deutschen Konsul eine Belohnung aufgesetzt worden. Vielleicht hört ihr Mal was von ihm und seinen Lügengeschichten.



Sebastian und mir geht's an diesem Sonntag Abend dem 28. Oktober sehr gut. Wir haben die Küche fertig welche herrlich funktioniert und nun bauen wir gerade das Roundhouse. Diese Woche sollten wir wieder in die Stadt gehen. Baumaterialien und Nahrungsmittelvorräte aufstocken. Unser guter Nachbar, jener welcher vom Luxemburger so schändlich bestohlen wurde, und so auch das Image von Fulivais Island beschmutzte, verließ heute Mittag Hunga Island.  Ich werde ihn schmerzlich vermissen. Er zauberte mir des Öfteren ein Lächeln ins Gesicht. Auch mit Sebastian steht es gut, wir sind im Bau ein gutes Team und auch sonst kann ich gar nicht klagen, auf jeden Fall.



Die letzten Tage waren sehr nass und ohne viel Sonnenschein. Heute war sie das erste Mal wieder zu bestaunen in ihrer vollen Brutalität. Nun gibt es gleich Maniok in Kokosmilch und dann geht's in die Falle.
Am Dienstag den 30. durfte Sebastian seinen ersten zweistündigen Starkregen mitbekommen. Die 580 Literspeicher sind wieder voll. Nun geht es daran den großen Speicher mit fünf Kubikmetern Wasser vom Herrn füllen zu lassen. Das geht in der Regenzeit ziemlich zügig. Heute haben wir endlich die dreizehn Pfosten des neuen Rundhouse stehen. Nun kommt das Mandala Dach dran. Dann der Fußboden und dann allmählich die Wände. Jetzt nach dem Starkregen scheint wieder die Sonne. Das ist sehr schön. Und bei uns gibt's was zu happern.


Liebe Grüße, Nikko.
Hier zum Film








Dienstag, 2. Oktober 2018

Und sie gehören zusammen

Es ist der 29. 09. Kurz vor 11 Uhr. Die ATR setzt zum Sinkflug an. Die ersten Inseln tauchen unter den Wolken auf. Sebastian grinst mich an. Er sitzt am rechten Fenster. 17F. Er zeigt mit dem Finger durchs Bullauge nach draussen. Er hat sie sofort erkannt. Hunga Island. Ein Gefühl sucht mich heim. Ein Grinsen zaubert sich auf mein Gesicht. Der Fingerzeig Tangaloas, The Rock, präsentiert sich uns, bevor die nächsten Wolken wieder die Sicht nehmen. Ich habe ein Gefühl von Home coming im ❤️. Im nächsten Moment spricht Sebastian es aus. Dann geht es schnell, der Pilot landet die Maschine auf der viel zu kürzen Landebahn des kleinen Flughafens und es bleiben nur wenige Meter Landebahn übrig. Sebastian und ich steigen als erstes aus dem Flugzeug und huschen ins Gebäude wo wir alle auf tonganisch begrüßen. "Malo e lelei." Ich gehe gleich zur Lady an der Passkontrolle. Sie mustert meine Arrival Karte. Ich habe bei Waffen und obszöne Artikel das Häkchen an der falschen Stelle gesetzt. Ja anstatt Nein. Entrüstet schaut sie mich an und fragt mich nach Erklärung. Ich erkläre das ich Kaffee im Koffer hab und Vitaminpillen da ich dachte sie will dafür die Erklärung. Meine Aufregung ist groß bis ich dann mitbekomme um was es wirklich geht. Sebastian hilft mit mir das verständlich zu machen. Als ich erkannte, das ich das Häkchen falsch gesetzt hatte, reiße ich der Lady von der Grenzkontrolle die Karte aus der Hand und korrigiere es. Alle Beteiligten müssen lachen. Die Lage entspannt sich. Ich bekomme mein Stempel und laufe zum Baggageclaim. Dort spricht mich einer der Jungs vom Zoll an. Wir haben ein lockeres Gespräch und sind uns sofort sympathisch. Er gibt mir zu verstehen das die Koffer alle per hand aus dem Flugzeug geladen werden. Wir warten 20 Minuten. Dann werden die Koffer kontrolliert. Ich erkläre meinen Kaffee aus Deutschland. Eine ernste Frau will einen Blick rein werfen. Ich solle den Koffer öffnen. Dann verschwindet sie jedoch und der junge tonganisch Zollbeamte hilft mir den Koffer zu schließen und winkt mich durch. Malo 'aupito.
Basti und ich sind durch. Draussen suchen meine Augen nach Hakim. Kein Hakim da. Nanu?
Ein Taxifahrer nimmt uns mit in die Stadt. Das alte bagpackers neben dem Tropicana gibt es nicht mehr. Er lädt uns beim nächsten Hotel über einem Supermarkt ab. Dort sind die Preise unakzeptabel. Neunzig US Dollar pro Nacht und Person. Wir fragen die Lady, ihr Name ist Lee, nach einer günstigen Alternative. Sie macht einen Anruf mit einer gewissen Frau Namens Mala. Zu dem Zeitpunkt weiß ich noch nicht das Mala die große Schwester vom Lord Fulivai ist. Das stellen wir gemeinsam fest als wir dort sind, im Village bagpackers auf dem Hilltop.
Fulivai, seines Zeichens nicht mehr Gouverneur von vava'u, sein  am Talau steht nun leer, ist überall. Sebastian und ich checken für erstmal fünf Tage ein und bezahlen im voraus. Vierzig Pa'anga die Nacht. Schöne Gespräche mit Mala. Als ich kurz allein bin mit Mala fragt diese mich wie es mir wirklich geht und ob ich was brauche. Ich hole mir eine Umarmung von ihr ab und wenn ich was brauche werde ich ihr bescheid geben. Basti und ich gehen runter in die Stadt. Im Digicel Store gibt es Grad keine SIM-Karten. Montag erst. Wir kaufen ein paar Früchte auf dem Markt. Papaya, Ananas, etwas Brot. Zurück im bagpackers, Mala ist Grad nicht da, essen wir kurz. Dann will ich Sebastian den Talau und Helens ,in welchen ich in 2015 Zeit verbrachte, zeigen. Bevor wir loslegen, wünsche ich mir Hakim hierbei. Soane, ein tonganischer Freund schrieb mir,das Hakim auf jede Fall in der Stadt auf mich wartet. Wir sind bis zu Fulivais altem  gelaufen,da taucht ein Auto,vom Talau her kommend, auf. Ich höre meinen Namen. Jemand dessen Stimme mir vertraut ist, ruft ihn. Hakim. Das Auto hält und der Luxemburger steigt aus. Es folgen Umarmungen und sitzender weiße ein langes Willkommensgespräch bis das Auto mit Hakim s tonganischem Ersatzvati wieder auftaucht. Wir fahren gemeinsam zum bagpackers. Hakim lernt Mala kennen und bekommt von mir sein Smartphone und die Piercing s, die er sich wünschte. Wir verabreden uns für morgen Vormittag. Während der tonganer morgen in die Kirche geht werden wir unsere weitere Zusammenarbeit planen. Hunga Island,bald hast du mich wieder. Ich freue mich so sehr.