Mittwoch, 25. Januar 2017

Blinde Passagiere

Wieder im Elternhaus angekommen, um nach einigen schnell vergehenden Tagen gut vorbereitet, weiter zu reisen im Low Impact Stil, sehne ich mich heute danach, meinen Lesern hier ein kurzes Statusupdate zu bringen. Die letzten 3 Wochen hatte ich generell wieder mehr Fokus auf meinen Körper was ich wohl auch meinen letzten 2 Gast- und Schutzgebern zu verdanken hatte. Meine erste Station war bei Würzburg im schönen Castell, da wo die Erde für Weinanbau nackig gemacht wurde. Dennoch ... das was an Wäldern gelassen wurde ist, besonders auch zur Winterzeit, wunderschön und die täglichen Spaziergänge durch die frostigen Engelschaften haben mit dazu beigetragen meinen Körper wieder an das Nordklima zu gewöhnen. Seitdem ich aus dem Wald raus bin, habe ich zwölf Kilogramm an Körpergewicht zugelegt, was ich letzten Endes meinem der Verführung stattgebenden Prozess während der Wartezeit in Nukualofa zu verdanken habe. Ich horche seit meinem sein in Deutschland nun wieder vermehrt in das Innere und muss feststellen, ich habe Tiere aus dem Königreich Tonga mit nach Deutschland gebracht. Die kleinen Krabbler im Haar waren mir ja schon bei meiner Ankunft bewußt und so konnte ich sie dann auch über reden meinen Kopf zu verlassen und sich jemanden anderen oder den Tod zu suchen. Nun ist es auch klar, das in meinem Bauch sich noch so manch ungebetener Gast tümmelt. Das bedeutet nun nicht gleich die Kriegskeule schwingen, aber mit der Zeit werde ich den Gesellen im Verdauungstrakt klarmachen, das sie recht unerwünscht sind. Das geht ziemlich einfach, indem man ein Klima in seinen Eingeweiden schafft, welches diese kleinen Racker gar nicht mögen. Sauerstoff- und Basenreich. Ich bin dabei mich nun vorzubereiten.


Dienstag, 10. Januar 2017

Kalte Kompression

Was ist denn der Unterschied?



Südsee all around 1000-1020 hPA, 80-100 % Luftfeuchte,Winter 15-25°C, Sommer 25-35°C,



Europa all around 1030-1040  hPA, 55-75 % Luftfeuchte, Winter -15-05°C, Sommer 15-35°C,


Was ich mich gerade frage, warum in Europa der Luftdruck, egal wann, immer viel höher ist als in der Südsee. Der Rest ist mir plausibel ... aber eben der Luftdruck. Macht vielleicht Sinn wenn man es im Kontext mit der Umgebungstemperatur sieht und seinen Körper darinnen. Stelle man sich nur mal vor, der Luftdruck in der Südsee wäre genauso hoch wie hier und dann diese Temperaturen. Outsch ... ist ja so schon Fegefeuer in der Südsee angesagt, wo der Spreu vom Weizen  getrennt wird. Da ist man zur Zeit regelrecht gut bei Sammen, wenn man ihn mit Früchten und Grünen Blättern ernährt. Warum lernen dieses Verhalten dann gerade soviel Menschen im Norden? Und warum zieht's solche dann regelrecht mehr nach Süden? Gibt's da hinter vielleicht doch einen tieferen Sinn? Einen 6. Sinn?
Auch hier im Norden wird's Leben aber leichter wenn man gelernt hat, psychisch wie physisch, wieder mit Blättern und Obst zu leben, was in der Tat jedoch nur eine Station, wie die eines Gleisnetzes, dar stellt. Der innere Widerstand, der bisher immer als uneinstellbar galt hat nun einen neuen Schieber-schalter, welchen man je nachdem wo man sich aufhält einstellen kann, erhalten. Und selbst das will gelernt sein. ;-)






Montag, 9. Januar 2017

Dichte leichte Körper in schwerer Atmosphäre

25.12.2016.
Es ist 15.25 Uhr. Die olle Airbusmaschine, frisch aus der Fabrik, setzt zum Landeanflug an. Deutsche Piloten sind entweder blind oder haben keinen Feinsinn. Oder ich habe zu viel davon. Und ausserdem 4 Tage ohne Schlaf hinter mir, 4 verschiedene Flugzeuge, 17 Stunden im Transit und viele viele Gesichter. Wusstet ihr das man auf Flughäfen oft Menschen sieht, die große Ähnlichkeit haben mit Gesichtern aus der eigenen Vergangenheit. Der Eine sieht aus wie ein Klassenkamerad aus der siebten Klasse, der andere wie ein berühmter irischer Tänzer den man selbst vor einigen Jahren verehrt hat.
Jedenfalls stapfte ich leicht bekleidet durch das nasskalte Berlin, nachdem meine Eltern und ich das Begrüssen hinter uns hatten. Fünf Minuten später, angekommen am Automobil, fing ich tatsächlich an zu frieren und war ganz froh im Auto wieder atmen zu können. Die Luft war dort nicht so schnittig kalt. In wenigen Monaten wird mein Körper wieder fähig sein durch die Hose zu atmen. Aber bis dahin heißt es vorsichtig zu sein und auf den Körper zu hören. Just in diesem Moment, ein Montag Abend im Jahr 2017, muss ich mir eingestehen, ich war bisher immer etwas abgelenkt und so trägt es sich zu, das in einen entzündeten Zeh am rechten Fuß habe und ab und wann mal leichte Kopfschmerzen, doch ansonsten hält sich die Umgewöhnung in Grenzen. Dazu darf ich sagen, die letzten 4 Nächte nutzte ich rege dazu mich mal ordentlich auszuschlafen. Schlaf war auch im Königreich etwas luxuriöses, besonders im Wald, wo der Schlaf immer leicht war. Den Jahresumschwung zusammen mit meinem alten Freundeskreis. Es tat ein wenig weh zu sehen, das sich von Ihnen niemand großartig weiterentwickelt hat. Die selbe alte Biersorte fließt noch immer ungehemmt durch ihre Kehlen hinein in einen viel zu empfindlichen Magen. Gekonnt werden die Symptome wegignoriert. Auffallen tut einem das von außen selbst nur, wenn man es verneint, eines dieser alkoholischen Getränke bekömmlich werden zu lassen. Ich komm da nicht mehr ran. Mal ein Glas Wein oder auch ein Whiskey vor dem Schlafen gehen ist aber willkommen. Bei recht leichter Kost überlebe ich die schönen Tage und Nächte an diesem geheimnisumwobenen Platz, der Breitenteicher Mühle in der Uckermark. Die Tage davor hab ich zu kämpfen gehabt mit sehr kurzen Nächten. Eine innere Uhr trieb mich nach 6 Stunden Schlaf wieder hoch, ich war hellwach. Nur in Frauenhagen konnte ich ausgedehnte Nächte genießen mit teilweise 14 Stunden Schlaf in drei Abschnitten. Das hat sehr gut getan. Selbst die Silvesternacht nutzte ich ausgiebig um zu schlafen. Träge und Müde, Winterschlaf während draussen die Nacht Klirrekalt vorbei ging.
Heute Abend sitze ich an dem PC meiner Eltern, erledige was noch zu erledigen ist. Hier und da wartet noch der ein oder andere Job. Klicken für die Zukunft. Klicken um später etwas Geld zur Hand zu haben. Währendessen rumort es im Bauch ordentlich herum. Ich fange heute Abend mit der Amazonas Darmkur vom Regenbogenkreis an. Etwas später esse ich mein Abendmahl. Tomaten, zusammen mit Zwiebeln gedünstet. Was leichtes. Eh ich ganz aufhöre zu Essen, es hängt mir zum Hals heraus, bevorzuge ich leichte Kost. Das Rauchen ist mir seit meiner Ankunft immer mehr und mehr ein Hindernis. Heute blieben es die zwei sporadischen Zigaretten, nicht mal mehr zusammen mit einem Kaffee kredenzt. Ich nehme an, das macht es auch leichter von diesem schwarzen Kaffeegift allmählich loszukommen. Während meiner Tage in der Uckermark trank ich einen Tag lang mal gar keinen Kaffee, bisher offenbarte sich mir kein Unterschied. Am Mittwoch geht es los. Aufbruch ins nächstem Abenteuer, unterwegs auf freiem Fuße, Richtung Süden Deutschlands, dann zu den starken Sachsen. Dann wird die nächste Route geplant. Für Heute bin ich fertig und schaue zum Bett hinüber. Bete zum Herrn für ein wohligen Schlaf.










Samstag, 10. Dezember 2016

Neue Welt Airline

Bitte auch die Updates weiter unten lesen und danach suchen zu verstehen:

Der junge Ryan hat sich nun vorzeitig entschieden, Avalon in den Dornröschen Schlaf zu senden. Er verlässt Hungaisland und wird wieder nach Großbritannien fliegen. Hier seine Originalnachricht:

"Been through what i had to undergo, made the decision to go home for christmas, see the family and move onto the next chapter. Its an experiance that forever will live in my heart the rainwood of hunga and Avalon.
I listened to my intution and spirit calling All that needs to be said."

Alle Erfahrungen die er auf Avalon machen durfte fließen in sein weiteres Leben mit ein. Ebenso geht es auch mir. Ich bin zutiefst dankbar fuer dieses Geschenk im Suedpazifik. Ich will nicht sagen, es ist ein Geschenk Gottes gewesen, aber genau so fuehlt es sich an. Welche tiefgehenderen Gründe es nun genau hat, weiß nur Ryan. Eines ist Sicher: Zu zweit hatten wir dort die beste Zeit die man nur haben kann. Wie es nun mit dem Garten Avalon im Südpazifik weiter geht steht in den Sternen.

Fakt ist, der Nordmensch gehoert nicht in den Wald. Dafuer haben wir uns schon zu sehr aus ihm hinaus entwickelt. Ich habe des oft gespuert, wenn SIE zu mir redete, und das kommt in etwa den ganzes Schauermaerchen gleich. Darum ist es so wichtig diese Balance zwischen IHR und IHM zu erhalten. Zwischen Licht und Dunkelheit. Er ist das LICHT und sie ist die DUNKELHEIT.
Sollten wir es je schaffen unabhaengig von solider Nahrung und Wasser zu werden, dann ist es mit Leichtigkeit machbar. Buddha war ein Waldbaer und Jesus ein Wuestenfreme. Wie ich einst mal in meinem Buch schrieb, nuetzt es nichts zurueck in den Wald zu gehen und so zu tun als ob nichts waer. Aber um den Karren aus den Dreck zu ziehen dafuer ist es sogar sehr wichtig in den urspruenglichen Wald zu gehen um Erfahrungen und Erkenntnise zu erlangen die wohl sehr wichtig sind. Ich kann dies als Fazit hier mit ran setzen:
Nirgendwo anders werdet ihr diese Dinge Lernen, die man direkt von Mutter Natur erlernen kann. Denn ich empfinde das es wichtig ist, es auf diese Art und Weise zu machen, da es direkt durchs Herz geht, und das aendert alles in Euch.
Schaubergers und andere Buecher zu lesen ist gut, aber man wird nie vollstaendig verstehen bis man sich IHR in den Schosse legt und vertraut. Schaut. Observiert. Erfuehlt. Erlebt. Erfaehrt. Erspielt. Erschafft. Be ein druckt wird.

So traegt es dann zu das Ryan und meine Wenigkeit zur gleichen Zeit diese Spielwiese mit der "Neue Welt"-Airline verlassen, auf zur Naechsten. For Avalon !!!!!


in diesem Sinne
Euer Nico




Nachtrag 11. Dezember 2016

Nach einigen Tagen in der Stadt und dem Kennen lernen dürfen seines neuen Encourage Partners Ringo ist Ryan stark am nachdenken. Er weiß er braucht den Wald nun. Doch ist der Südpazifik das richtige? Ist das Alleine sein das Rechte. Sehr viele Einsichten kehren ein. So ging es nicht nur ihm sondern auch mir selbst.

Nachtrag 14. Dezember 2016
Heute ist Mittwoch. Gestern sah ich Ryan nocheinmal. Ich besuchte ihn in der Stadt, ich hatte ihm dort eine Bleibe empfohlen wo er die eine Nacht unterkommen konnte. Dort trafen wir uns dann auch im spaeten Morgen und hatten nochmal ein gutes, tiefgehendes Gespraech. Er ist ein aufgeweckter Mensch, und seine Auffassungsgabe ist schier unendlich schnell. Er lernte in den wenigen Monaten Dinge, mit denen er vorher nicht in Beruehrung gekommen ist. Das freut mich sehr. Inzwischen ist Bruder Ryan in Auckland und wartet auf seinen Flug nach London, waehrend ich weiterhin auf meinen Gruenen Reisepass warte. Wusstet ihr das man mit dem Gruenen nicht durch die USA reisen kann, also einfach so als wenn man den Bordeauxroten mit Chipeinsatz haette?? Ne... mit dem Gruenen muesste man echt n Visum beantragen, da greift das Waiverabkommen nicht. Und wusstet ihr, das wenn man in die USA reist, auch wenns nur ne Durchreise ist, n extra ESTA Antrag stellen muss? Also das ist alles ganz schoen kompliziert. Ich bete zum Herren, das ein gescheiter Flugplatz fuer mich frei ist, der ueber Neuseeland oder z.B. Fiji geht, und dann metwegen ueber Australien und die Vereinigten Emirate (ich liebe den Anblick der Wueste irgendwie), oder gar ueber Korea. Und wusstet Ihr das es ja schon so viele Apps fuer Android oder iOS gibt, die einem Flieger das Leben leichter machen. z.B. Flightrack ... da siehst du die Anzeigetafeln fuer Ankunft oder Abflug aller Flughaefen auf der Welt. Die Welt, so gross sie auch erscheinen mag, die wird ja immer kleiner durch solche Dinge. Nur gut das da die Batterietechnik im Moment an ihre Grenzen stoesst. Aber ich nehme an da den Denkern von Mittelerde auch schon noch was einfallen. Die kleinen Erdelfen sind ja pfiffig und auf Zack. Alles was die Zwerge aus der Erde Graben, wandeln die in die neueste Technik um. Fragt sich nur, fuer was fuer einen Preis. Wuestenbeduinen wollen die betimmt nicht werden, aber verhalten sich im Moment immer noch so. Mehr kann ich zu der Ineffizienz der Herstellung dieser Mobiltechnik immer noch nicht sagen. Liegt es an den Menschen das die so Stur sind oder die guten Aenderungen nicht annahmen wollen?


Zukunftsnomade


Dienstag, 6. Dezember 2016

Wenn der Nikolaus kommt

Nikolaustag.
Der zwoelfte Tag in Nukualofa ist herein gebrochen. Nachdem ueber die Feiertage fletzen angsagt war geht ab heute wieder die Post ab. Der heutige Tag wurde mit einem maechtigen Wolkenbruch begruesst. Es schuette wie aus Eimern. Na wenigstens hab ich jetzt einen Regenschirm. Den gabs recht guenstig in einem der flotten Shops hier in der Stadt. Ich lasse mich Werktags von Ashley in der Stadt absetzen. Einen Kaffee trinken, ich hab die Lokalitaet ausfindig machen koennen wo es den guenstigsten Kaffee gibt, welcher trotzdem noch wie Kaffee aussieht und schmeckt. In der Taufa'ahau Village gleich gegenueber von Ngaues Tatoostudio. Zu dem wollte ich heute Morgen auch gleich, und wartete so eine Stunde bei einem Kaffee und ner Portion Pommes, welche hier einfach Chips genannt wird, auf ihn. Eben traf er ein und frug mich wo ich war. Waehrend ich hier wartete, hat er mir mein Rad fuer die Woche bei Chris abgestellt. Nun werde ich also noch diesen Post fertig schreiben, dann beim Markt vorbei schneien, bissl Gemuese einkaufen fuer mein Dinner und dann mit dem Bus zurueck nach Puke fahren. In den folgenden Tagen habe ich also endlich die Moeglichkeit viel Rad zu fahren. Tongatapu ist knapp 100 Kilometer lang, da sollte doch was zu machen sein?
Heute morgen frug mich Chris ob es moeglich waere den Maedels am fruehen morgen nicht gleich so auf die Fuesse zu treten. Sie brauchen bissl Privacy. Ich stand sonst morgens immer schon frueh auf der Matte um den Abwasch zu machen und mir Wasser aufzukochen oder n kleines Breakfast zu machen. Das werde ich dann wohl verschieben auf spaetere Stunden damit die Familie eine Privatsphaere hat. Ich sehen mich derweil nach echter Gemeinschaft, welche ich bei Chris leider nicht wirklich habe. Ist vielleicht auch besser sich nicht zu nahe zu kommen. Es gibt soviel, was ich, wenn ich zu viel Naehe hab, als Empath nur adaptieren wuerde. Das tut mir und meinen Koerper letztendlich nicht gut. So war es jedenfalls bisher immer in der Vergangenheit. Ich adaptiere bestimmte Verhaltensweisen anderer Menschen um zu verstehen warum und wieso sie so sind. Wenig spaeter beantwortet mein Geist- und Koerpergefuehl die offenstehenden Fragen. Eines Tages werden alle offenen Fragen beantwortet sein und ich verstehe so besser, wie sich die Menschen fuehlen muessen, bei oder nach bestimmten Verhaltensweisen, egal auf welchen Ebenen. Ob das nun die Kommunikation ist, die Art wie sie und wieviel sie reden, wie sie sich aeussern oder wie und ob sie ihren Koerper bewegen usw.. Letzten Endes, so habe ich festgestellt lassen sich die verschiedenen Verhaltensweisen auf allen Ebenen zurueckfuehren auf die essentiell verantwortliche Ebene. Was und wie sie essen. Es offenbaren sich fuer mich bahn brechende Erkenntnisse. Es muss nur noch geschafft werden, das zu analysieren und meine Verhaltensweisen entsprechend den Essener Schriften naturrichtig anzupassen. Frueher nannte ich es folgend so: Sehe das schlechte deiner Selbst im Spiegel (andere Menschen) um auf diesen Ebenen deiner Existenz besser zu werden.
Hier bei Chris ist mir bewusst geworden, das ein Breakfast und seine Zeit unwichtig ist. Zum Kaffee hab ich seit meines Aufenthaltes im Koenigreich zum zweiten Mal zurueck gefunden weil ich heraus gefunden habe, das ich ohne Kaffee einfach schwups, an Koerpergewicht zunehme, was vielleicht auch an der mangelnden Bewegung im Moment liegt. Ich werde also die naechsten Tage intensiv dazu nutzen wieder mehr Bewegung in meinen Koerper zu bringen. Das ist was mir fehlt. Von einem Freund in Deutschland wurde mir angeboten mich an seiner Radtour zu beteiligen. Macht zu zweit eben mehr Spass, wobei das Volumen dieser Radtour eben mal kein Pappenstiel ist mit 2000 km. Das will wohl vorbereitet und geplant sein. Als er mich dazu einludt erinnerte ich mich sofort an meinen Intent Ende 2014. Zu dieser Zeit bereitete ich mich vor auf diverse Radfastentouren im Sommer 2015, die ja dann ins pazifische Wasser gefallen sind. Ich wollte einige Freunde in DeLa besuchen. Im Norden, in Mitteldeutschland und weiter im Sueden, was mich ingesamt auch auf die 2000 Kilometer gebracht haette. Damals befand ich mich Koerperlich auch schon in der Lage dies zu vollbringen. Ich sollte meinen Koerper auf jeden Fall in diese Kondition zurueck bringen, also schon vorher viel Rad fahren und einige schlechte Dinge aus meiner Diet entfernen.
Nun hat es aufgehoert zu regnen, die Sonne kommt raus und bringt die Atmosphaere wieder in brannt. Whooohoooo. Da find ich es schoen, auf nem Rad zu sitzen, den Koerper in Bewegung zu haben und den Fahrtwind um die Ohren geweht zu bekommen vom Engel der Luft.

In diesem Sinne,
euer Nico

Mittwoch, 30. November 2016

Just Waiting

30.11.2016

Gestern hatte ich vielleicht nen Tag. Kennt ihr das wenn man ein und die selbe Strasse rauf und runter rennt. 20 Mal. Von Pontius zu Pilatus, und wieder zurueck und weiter da hinten und dann wieder quer und wieder kurz zurueck und dann wieder zu Pontius. Genau wie im Film Asterix bei den Roemern ....



Hier sind alle benoetigten Stellen zum Glueck alle in einer Strasse und alle waren sehr bereit zur Mitarbeit. Gestern hat sich sozusagen alles ineinander gefuegt wie bei einem Puzzle. Die Tafau'ahau Strasse ist schon bemerkenswert. Es sollte mehr davon hier geben, damit man sich auch gar nicht mehr verirren kann. ;)

Morgens im Konsulat gewesen bei Line, ihres Zeichens Sekretaerin des ehrenwerten Herrn Sanft, welcher seine Vorfahren tatsaechlich im Norden zu suchen hat, jedoch sehr tonganisch im Denken und Handeln ist. Schliesslich ist er ja hier schon sein ganzes Leben lang zu Hause. Und die Sonne hier ist echt zum Spassen und Spielen gedacht. Genau wie die salzige Luft .... immer schoen langsam.
Jedenfalls alle ausgefuellten Formulare abgegeben und die Gebuehren beglichen. Zur Mittagszeit hin .... ich hab mir das ganz doll gewuenscht, rufte dann auch noch Betsy an. Die nette Dame der Polizeistation im Prime Ministers Office, sie rief durchs Telefon: "Nico, come take your report!" .... Wahnsinn nur 3 Werkstunden vorher, am Vortag zeigte ich den Verlust meines Reisepasses an. Da will einer sagen, Tonganer arbeiten recht langsam??? Ich bin der Ueberzeugung, es kommt darauf an wie man auf bestimmte Situationen reagiert und nicht das man ueberhaupt reagiert. Hier spielt es eine wichtige Rolle wie man mit den Menschen umgeht, mit ihnen spricht, dann bekommt man auch alle ...Scheine die man braucht. Manche Scheine kosten was ... andere sind gratis oder kostenlos, wie der Polizeireport, welchen ich noch fuer die Botschaft in Wellengton braucht. Ich habe den also noch rasch kopieren lassen und dann eine Kopie beim Konsulat abgegeben sowie per email zur Botschaft geschickt. Die haben jetzt schon alle erforderlichen Dokumente per Email bekommen aber noch nicht reagiert. Die warten sicherlich auf die Postsendung des Konsulates. Und ich warte darauf das mein vorlaeufiger dann auch rasch seinen Weg ins Konsulatoffice findet. Line, Sanfts Sekretaerin, hat ja meine Telefonnummer damit sie mich gleich anrufen kann wenn sie den Kuvert in ihren Haenden haelt. Ich habe klar gemacht, so wie der Policeofficerin Betsy, das ich das Weihnachtsfest gerne im Kreise meiner Familie in Deutsch Land verbringen moechte, um mir die Brandwunden zu lecken, zu heilen, um dann "moeglicherweise" bald in der Zukunft wieder mal im Koenigreich einzukehren.
Ich spreche jeden Tag mit "Gott".
Ich habe das Gefuehl das es hilft mit meinem "Jesus" zu sprechen, bevor ich sterbe.
Jeden Abend eben.

 Wow, und das mit diesen Darfscheinen (To Whom it may concern)

..... welches einfach unformelle Schreiben sind, wo ein Konsulat beweisen muss, das du 250 Pa'anga bei Western Union in 150 NZD umtauschen darfst, weil du Geld fuer deinen neuen Pass benoetigst. Ein Stempel des Konsulates kostet ja nur 20 euro. Da ist die Sekretaerin dann selbst gegangen um das Geld fuer mich zu tauschen. Sogar den Zahlbeleg hab ich dann von Line erhalten. Dankbar!



Alles in Allem war der Tag gestern erfolgreich und nun mache ich mir etwas Gedanken ueber die naechsten Wochen bis Weihnachten. Wo ich bleiben werde wenn meine Zeit bei Chris abgelaufen ist, wie ich mich moeglichst guenstig ueber Wasser halte und was ich jeden Tag machen werde um die Zeit tot zuschlagen. Ngaue, der Tatoostudioinhaber empfahl mir einfach viel mit dem Rad zu fahren. Er offerierte mir seinen. Ich muss ihn noch fragen, wann es losgeht, dann werde ich Tongatapu mit dem Rad erkunden und jede Menge Rotz loswerden. Rad fahren eignet sich hervorragend um zu entschleimen. Hahahah! Meine Schultern tun noch etwas weh. Ngaue hat mir gestern Tatoos gemacht. Und ich wusste auch sofort was ich haben wollte. Wow! Und sie gefallen mir sehr. Kann es noch gar nicht richtig glauben. Und wenn ich Euch erzaehlen wuerde was er dafuer bekommen hat von mir, fallt ihr tot um. Hier kann man generell lange ueberleben mit wenig Geld, wenn man sich vor Fressattacken oder Kaufrausch huetet. Ich habe ein Hostel entdeckt ... keine zehn Euro pro Tag. Ohne Fruehstueck und so ... voellig ausreichend fuer meine Zwecke.


In diesem Sinne. Mittagszeit ....






Montag, 28. November 2016

Prüfung der alten Schule

24.11.
Da steht es nun. Dieses etwas modernere Modell einer Propellermaschine und ich merke das ich das fliegen in diesen Dingern immer noch nicht mag. Die grossen Luftbusse dagegen sind mir lieber. Wird endlich Zeit in eines dieser Luftschiffe zu steigen.
Der Flug von den nördlichen Inseln zu m heiligen Süden des Königreiches verläuft ohne Probleme. Im Flug Ding drinnen ist mein Puls wieder normal und ich schwitze auch nicht mehr. 50 Minuten.  Das ging flott. Das ist ein Witz gegen die knapp 3 Stunden verspäteten Abfluges. Bei den Unwetter wollen auch die Vögel nicht so recht aus ihren Nestern. Es scheint als weine Vava'u als ich es verlasse. Kurz vorm Abflug schönt das Wetter auf und auch im Süden ist es sonnig. Für mein Aufenthalt konnte ich den berühmten Palangi Priester Chris erreichen. Er gibt mir eine bleibe für nicht ewig aber ich bin dankbar für den schlafplatzz und die guten Gespräche. Ich bin ein guter Zuhörer. Ich spreche nur dann wenn ich das Gefühl habe das es erwünscht ist. Man möge voreilig urteilen das ich ein ruhiger Typ bin. Mein Vater lehrte mich genau zu zuhören. Genau hin zu sehen und das Erfahrene zunächst in meinem Herzen für die Reife zu verschließen. Ich spare mir so viel Energie und gebe das Gefühl das jemand da ist der zuhört.

26.11.
Chris redet viel über sich und das bewegt mich seinen Blog zu lesen. Ich kann sehen was er hier geschafft hat. Alles andere ist zu weit entfernt. Denn es hat seinen Platz in seinem Herzen. So wie die Essenz des Lebens welches mir wieder fährt in meiner Seele Platz findet.
Die ersten zwei Tage bin ich in der großen Stadt. Rein ins Getümmel, in die Hitze des Gefechts. Die Fährte aufnehmen. Werde ich durch diese Prüfung gehen? Ja ich werde. Es ist nur eine Sache der Organisation und der seelischen und geistigen Vorbereitung. Heute an diesem Sonntag baumelt die Seele und lässt alle Krämpfe gehen, die sich eben so während einer Woche ansammeln. Die Hitze ist alles andere als angenehm. Unter ihr fühlt sich mein Körper schon gar nicht mehr Widerstandskräfti g und jung an. Während ich diesen Text schreibe genieße ich wohl ein ziemlich ungewohntes Ereignis.