Donnerstag, 11. August 2016

To be a Scout

Vorgestern war er nun da. Der erste große Einsatz als Waldshut und Scout. Eine Handvoll Briten wollten es wissen. Wir wollen zu unseren Grundstücken. Es sind nette Leute im Alter wo man sich schon erzählt wie schön die Rente sein wird. Die Frau des Gov bittet mich zum Einsatz ist jedoch mit von der Partie, was in mir sehr großen Eindruck hinterlässt. Was noch bequem und komfortabel im Minischritt anfängt endet im Ende suchenden für alle im Schweiße des Angesichts flotten Marsch durch dichtes Gebüsch, denn die einstigen Straßen vom letzten Jahr sind kaum noch als Solche zu erkennen. Hier sollte wohl mal vernünftig investiert werden. Es war ein mühseliger  Marsch der jedoch von allen Beteiligten gemeistert wurde. Meine Entscheidung beglückte die kleine Gruppe mit einem kleinen Insel Rundgang inkl. Blick von der Nordküste Hungas auf den weiten Ozean.
Ich nehme eine prägende Erfahrung mit:
Mein neuer Orientierungssinn. Nur nach Uhr, Sonnenstand und fotografischem  Gedächtnis ist es mir gelungen durch die von 7 Zyklonen veränderte Gegend zu führen. Wobei ich einmal mächtig ins straucheln gekommen bin. Der  Nordwesten Hungas hat sich doch in den letzten Monaten durch den vielen Regen und das mächtig schnelle Wachstum sehr verändert. Nur ab und wann tauchen Bilder auf die mit meinem Gedächtnis übereinstimmen. Oft sind es nur Bildfragmente. Nach dem Erreichen der Grundstücke geht es im Gänsemarsch zurück ins Dorf wo sich alle Glücklich bedanken und eine nette Aufmerksamkeit den Besitzer wechselt.
Ausgelaugt geht es in den späten Nachmittagsstunden zurück nach Avalon für ein Dinner und einen sehr tiefen Schlaf.
Am selben Tag in dem frühen Stunden wurde ein Süßkartoffel Beet fertiggestellt. ;) Fazit. 2 Wochen lang Nahrung für 1 Person. Ryans Körper gewöhnt sich an die neue Umgebung und die vielen Gespräche sind oft anstrengend jedoch sehr Abwechslungsreich. Wir schauen mutig in die Zukunft.

Grün

12 Tage. Zum 7. Tag hin die erste Antwort von Mutter Natur. Ryan. Nicht den Expressweg. Den Umweg über Hart. Läuft die ganze Zeit Barfuß. Schuftet ohne Protektoren mit schwerem Werkzeug. Blasen an Fußsohlen und Händen verwandeln sich zum Glück nicht in eiternde Wunden. Langzeitvegetarier. 19 Jahre alt. Groß Britannei. Altes irisches Geschlecht. Softe Seele in resistem Körper. Er liebt den Wald sofort, vermisst das Bad im salzigen Nass. Verabscheut langen Fußmarsch, macht jedoch das Beste drauß. Muss nun in sich selbst hinein und Disziplin neu erlernen. Selbstdisziplin. Einfach? Hier nicht. Doch möglich? Ja. Er ist gut organisiert. Darf sich jedoch auch hier seinem Gefühl hingeben, welches ihn leeren wird wie man sich hier organisiert. Mehr Intuition. Sich gleiten lassen. Vertrauen in die Schöpfung entwickeln. Schmerz ist die Antwort wenn man von allen starken Sinnen verlassen hier eintrifft. Leichtsinn? Hier fehl am Platz. Er liebt. Er zweifelt. Es ist soviel in ihm was raus will. Er lebt.

Donnerstag, 21. Juli 2016

Patenschaft - die Erste

Hühner.
Seit einigen Monaten schon leben sie an meiner Seite auf Avalon. Um selbst erstmal langsam in dieses Thema zu kommen sollten es erstmal zwei sein. Ein Hahn und eine Henne. Heute weilt Edeltraud an Herberts Seite. Das war nicht immer so. Für meine Mühen damals bekam ich eine Viel zu junge und schwache Henne die gerade mal aus dem zarten Bressenalter heraus war. Eine Entzündung am Auge von Hilde und sie legte Anfang Juni ein Heil fasten ein aber hungerte sich zu Tode. Ich war dabei und Griff nicht allzu stark ein um zu beobachten und zu verstehen. Seit 3 Wochen ist nun Trudy hier welche am ersten Tag ihrer Ankunft erstmal flott aus dem Sack, in welchem sie nach Avalon reiste, hüpfte und im Wald verschwand. Ich wußte das es hoffnungslos war ihr hinterherzustellen aber auch das es nicht lange dauern würde, wenn auch ich es richtig anstelle, bis sie ihre Gewöhnungszeit im Käfig verbringen würde. Und so trug es sich dann auch zu vor ca. 8 Tagen. Inzwischen gewöhnt sie sich fleißig, so wie Herbert und ich auch im entgegen gesetzten Fall.

Gestern kam die Idee während der Konversation mit einer Facebookbekanntschaft:
Von nun an werde ich euch fleißigen Spendern unter die Arme greifen und den ersten Beiden von Euch, die bereit sind jeden Monat einen kleinen Betrag zu spenden, eine Patenschaft für Trudy und Herbert anbieten. Für die Hühner wäre dann auf jeden Fall gesorgt und ich hätte eine kleine Sorge weniger. Sicherlich stehe ich dann immer noch in der Pflicht mich direkt zu kümmern. Dazu gehören: Versorgung mit Reis und Kokosnuss sowie dem Grünzeug. Das es im Käfig sauber ist. Zu schauen ob Trudy Eier gelegt hat. Die Beiden Abends in den Käfig rufen etc. pp..

Der Pate oder die Patin würde dann den Vorzug genießen, in regelmäßigen Abständen mit Infos und Fotos, die es sonst nirgendwo geben wird, per Email versorgt zu werden um zu sehen wie es den Schützlingen auf Avalon ergeht.
Und sollten einmal noch mehr Hennen ihren Weg zu uns finden, lass ich es Euch, werte Leser natürlich wissen. Da natürlich auch ich als direkter Huhnversorger es hier oftmals nicht so leicht habe, kalkuliere ich das mit hinein in den monatlich wiederkehrenden Huhnpatenschaftsbeitrag, welchen ich hiermit auf 11 € pro Monat festlegen möchte. Ausserdem erhalten die ersten Beiden, die sich bei mir unter dem Stichwort: "Huhnpatenschaft" auf
paulepatzig@gmail.com
melden ein kleines Geschenk in Form meines Buches: Aufpflanzungsprozesse der Erde (2. überarbeitete Auflage) als pdf per Email.

.....

Ich bete für eine rege Beteiligung.
In diesem Sinne.

Freitag, 15. Juli 2016

Hin und Her

Mitte Juli 2016

Ich trage gerade Rechnung für meine Nahrungsmitteltechnischen Rückschritte in den vergangenen 6 Monaten.
5 Tage mit einer geschwollenen linken Gesichtshälfte ist nicht jedermanns Sache. Ich trage es mit mir herum, wenn ich denn mal 1 bis 2 Stunden am Tag auf den Beinen bin damit die vollgeschleimte träge Lymphe, welche in meinem Körper doppelt so viel Volumen ausmacht wie mein blütendes Wasser (blut) im Körper mal ordentlich in Wallung kommt. Noch ist das Blut dunkel was noch Hoffnung lässt. Ich sollte jetzt öfter mal eine Pause einlegen. Heute morgen gab's noch etwas kokosnuss. Bis morgen abend dann nur Kamillentee und Apfelsaft aus Konzentratpulver. Ich hab das Gefühl wegen meiner Wurzelentzündung ist mal wieder der ganze Dreck durch diese offene Wunde ins Gesicht gewandert. Vorher war die Schwellung an den Füßen doch Sonntag hatte ich mir die gehörig überhitzt an einem Feuer. Dieses Theorem ist jetzt einwandfrei nachweisbar. Aller unverdauter Dreck der sich irgendwo im Körper ansammelt kann durch hohen und kurzen Hitzeeinfluss von dort verbannt werden. ABER Achtung. Dieser Schmutz im Körper wandert gemäß der Bewegungsgesetze des Universums immer von Warm zu Kalt. UNGLÜCKLICHERWEISE war zu diesem Zeitpunkt mein Kopf, speziell das Gesicht und der Mund das kälteste Körperteil und nicht der End Darm. So gibt im Moment tatsächlich nur das Liegen im Bett Heilung. Der ganze Körper erwärmt sich und durch die Atmung wird die Intestinale Schlauchwelt mehr gekühlt. Ein gut eingewickeltes Gesicht sollte den Prozess sichern. Vorm abendlichen hinlegen gibt's n warmen Tee. Es dauert ... aber ich merke insgesamt das ich diese Zwangspause gut vertrage. Irgendwie hab ich es auch gewünscht. Denn sonst kann ich nicht anders. Auf und vorwärts. Erst wenn ich am 'sterben' bin so wie vor 6 Jahren, kehre ich ein um mich zu sammeln. Zu reparieren. Ich schaue jeden Tag zu den vielen Papayabäumen. Bald Suns se reip. ;) Und während ich an der Küste hier sitze und den Text vollständig mache Suchen die Touristen der teuren Beachhäuser auf ihren gechartert Booten nach Buckelwalen. Ich höre sie Nachts öfter.

In diesem Sinne.

Donnerstag, 14. Juli 2016

Pflanzzeit

11.07.2016

Pflanzen oder Samen in den Boden zu bringen. Was ist da die beste Zeit? Generell gesehen immer. Aber aus meinem Erfahrungsschatz heraus gibt es für jede Nutzpflanze die beste Zeit. Bei den meisten ist das die Zeit vom Juni bis September. Jetzt wird z.b. Yams geerntet und an Ort und Stelle gleich wieder gepflanzt. Kumala eben falls. Es lohnt sich jetzt papaya vorzuziehen in Töpfen. Behutsames Aufwachsen während der ersten drei Monate garantiert eine Hohe Wahrscheinlichkeit das es später Weibchen wird. Ist das zuviel "Force"drum herum wirds ein Männchen. Zuviel Sonne. Zuviel Wind. Zuviel Predatoren. Schwung bringt das ins Leben und dann wirds kein Weibchen. Das ist wie bei den Hanfpflanzen. Beide. Papaya und Mary Jane, sehr heilsame Pflanzen. Von Gott geschickt ununterbrochen in unser Leben. Hier im Südpazifik sollte man, wenn man durchgehend was zu essen haben möchte,  jedoch jeden Monat ein paar Pflanzen unterschiedlicher Art Pflanzen. So Pflanze ich jeden Monat bissl süße Kartoffeln, yams, maniok, papaya und Banane. Jetzt startet auch die Paprikasaison bei mir. Die Pflanzen im Topf sehen richtig gut aus und wandern demnächst an Ort und Stelle. Genau wie weitere Chili. Gelbe und Rote. Felsenmelone keimt ordentlich  während die Wassermelone vor sich hinkümmern. Die haben einfach noch nicht genug und lange genug Licht. Also noch warten. Die Sonne steigt ja schon wieder, erwacht zu neuem Leben. Während mir Reis, kokosnuss und Yams dank ihres hohen Kaliumgehaltes dabei helfen die letzten Sünden aus meinem Körper zu bekommen  wächst es und es gibt soviel Regenwürmer wie nie zuvor. ;)

Nun ist es schon Mittags und ich habe meine Pflanzarbeit vollbracht. Dir letzten Tage waren voll damit. Die ersten Bananen und Orangen tun meinem Körper gut. Er geht mal wieder in die Entrümpelung und den Rest des Tages werde ich noch ein wenig im Garten säubern. Da wo die Nutzpflanzen noch zu klein sind und soviel Licht ist wächst das Kompostgrün welches von mir einfach nur gestutzt wird. Ab Mittag herum werde ich den Höchsten Stand der Sonne nutzen mich hinlegen und einen Film einlegen. Etwas Ruhe wird mir gut tun.

Aufruf!

Neuigkeiten von Hunga. Gedanken aus dem Wald, und wenn ein Waldläufer zum Buchhalter wird. Bekanntlich nicht mehr voll ausgelebt und ich bin gespannt wie es ankommt.
Wenn du noch keine Rundmail von mir erhalten hast und diese Zeilen liest dann gibt es noch die Chance sie anzufordern. SCHREIB MIR was Nettes in einen Kommentar oder gleich eine Mail an

paulepatzig@gmail.com

Es geht um die Zukunft Avalons und was für Hunga Island dabei auf dem Weg ist. Letzteres wird aber noch nicht verraten. ;) Noch nicht.

In diesem Sinne,
Euer Nico S. Neubauer

Heute

02.07.2016

Achtunddreissig. Eine Zahl von Zyklen auf diesem wunderbaren Planeten. Unzählige Erfahrungen unter verschiedenen Bedingungen. Schnell und glücklich heranwachsend dann registrierend in welche Welt man hinein gewurschtelt ist. Dann langsamer wachsend und schneller alternd immer dabei gewesen das Beste daraus zu machen. Erst unwissend dann immer kundiger um nun in der erst noch beginnden Blüte des Lebens die besseren Erfahrungen zu sammeln und Dinge zu machen die vorher für unmöglich gehalten wurden. Zeiten ändern sich und dich. Einer für Alle. Alle für einen.
In diesem Sinne. Ich lade euch alle ein. Seit meine Gäste hier auf Hunga im Haus des Mannes der wie der Raum dazwischen ist.

Viel Erfolg.