Donnerstag, 3. Dezember 2015

Von Neuen Mitmenschen, Phosphormangel und Zyklonen

Donnerstag der 03.12.2015

Au ja. Einige Zeit ist ins Land gegangen. Viel Arbeit auf Avalon und neue Erlebnisse auf Hunga und Fofoa in der Zeit von Mitte Oktober bis Anfang Dezember 2015. Ich weiß wieder mal gar nicht wie ich anfangen soll zu schreiben. Die meisten Erlebnisse im Garten Avalon / Hunga gibt es natürlich wieder als kleinen Film an dieser Stelle. Übrigens, ins Tonganische übersetzt heißt Avalon soviel wie: 'api 'apele'. Der Platz des Apfels im heutigen Deutsch.

https://youtu.be/s65ubmnyzJQ

Was ich drum herum erlebt habe gibt es nun in schriftlicher Form.

Am 16. Oktober bin ich also wieder nach 2 Wochen Stadtaufenthalt zurück nach Hunga. Auf der Überfahrt kam ich einem bekannten Tonganer etwas näher und ich muss sagen Onani ist nicht ganz so merkwürdig wie manch anderer Dorfbewohner auf Hunga. Ein gewöhnlicher Mensch mit einer gewissen Ausstrahlung die es mir erleichtert in weiter kennenlernen zu wollen. Bis die Ernüchterung kommt … oder auch nicht. Isaak war da schon etwas merkwürdiger. Sehr gutes Englisch und eine sehr direkte Art. Ebenfalls ein Wortjongleur der seines Gleichen wohl auf ganz Hunga sucht. 
Dennoch ging ich zuerst auf ihn zu und bat ihn mich bei seiner Familie und ihm über Nacht aufzunehmen. Ich lernte wieder einige neue Zubereitungsrezepte für tonganisches Wurzelgemüse und lernte seine Brüder kennen, welche dauerhaft auf Hunga leben. Er selbst lebt und arbeitet jedoch in Tongatapu und ist immer nur für eine kleine Weile Auf Hunga. Am Samstag morgen breche ich nach einer schlaflosen Nacht (Im Dorf ist Nachts ebenso viel Krach wie in der Stadt) auf ans andere Ende der Insel. Auf Avalon ergeben meine ersten Beobachtungen der Resultate meiner vorherigen Bemühungen erste, beste Resultate. Der Trick mit den Kompostgruben scheint sehr gut zu arbeiten. Ebenso sind zum schnellen Start alle Bemühungen, Gemüse anzubauen sinnlos ohne die Hilfe von Asche und Holzkohle. Denn dem Boden fehlt es von Natur aus an wichtigen Nährstoffen für die stark zehrenden vegetabilen Grünpflanzen, wie z.B. Kohl, Zuchini oder Erbse oder Bohne. Um zu starten kommt man also kaum drum herum mit Hilfe der vernichtenden Kraft des Feuers zu arbeiten. 

matuierende Zucchinipflanze auf ehemaliger feuerstelle

Zucchiniblüte
Erfolgreiche Holzkohleherstellung in der Erdgrube.

Ein Beispiel. Ich gab 2 mal Samen einer Zuchinipflanze in den Boden. Einmal dort wo vorher eine Feuerstelle war und einmal dort wo keine war. Über der ehemaligen Feuerstelle wächst nun seit über 3 Monaten eine prächtige Pflanze heran die nun schon ihr 4 und 5 einwandfreie Frucht macht. Die andere Pflanze ist sehr klein und macht bis heute noch keine Frucht. Doch sollte sie einmal welche machen, werden diese viel kleiner aber von höherer Qualität sein als die Früchte der immens groß gewachsenen Pflanze. Deren Früchte sind größer und schneller herangewachsen, aber von minderer Qualität. Man erinnere sich in diesem Zusammenhang an Schaubergers Schriften. Die späteren abgestorbenen Pflanzenteile der schnell gewachsenen Pflanze jedoch werden einmal der Dünger für die zweite Pflanze und so geht es dann immer weiter, bis eines Tages sehr viele Zuchinipflanzen auf Avalon wachsen werden. Für meinen eigenen Bedarf, so errechnete ich es, müssten im Garten 7 Pflanzen wachsen und Früchte hervorbringen. Nun bin ich auch schon gespannt, ob die Zuchinis hier das ganze Jahr über wachsen können. Die Trockensaison (Winter) hier ist ja nun erheblich wärmer wie in europäischen Gefilden. Mit dem Weißkohl und all den anderen verschiedenen Grünpflanzen laufen meine Tests ebenfalls noch. Ach ja … Die Bohnen haben vor 2-3 Wochen schon fertige Früchte zur weiteren Züchtug hervorgebracht. 

Das ging ebenfalls ziemlich schnell. Die Bohnen waren doch sehr bedacht darauf, egal wo sie wachsen, schnell Früchte hervorzubringen und wenig Blattmasse. Mein Fazit in dieser Gemüseangelegenheit: Zum Start mit Asche und Holzkohle übergehen in die Kompostgrubentaktik.

Totbäume fälle ich inzwischen ebenfalls mit der Hilfe des Feuers.

Eine Woche später besuche ich wieder die Kupalas und bleibe in der Nacht von Samstag zu Sonntag dort. Das mit dem Schlaf funktionierte schon besser. Geheimtip: Ohrenstöpsel. Gekommen bin ich eigentlich nur nochmal, weil mich die Fußmärsche am Wochenende zuvor ausgeschaltet hatten und ich deswegen nicht mehr laufen konnte. An diesem Wochenende ging es wieder da ich mich in der Woche viel auf Oberkörperarbeit versteifte. Sonntag, am 25.10. war dann der Tag an de ich das erste mal eine einer dörflich angehauchten tonganischen Kirche mit zum Gottesdienst war. Das die tonganischen Menschen soviel singen in der Kirche, das gefällt mir. Gospel hin oder her, das hier war eine ganz andere Erfahrung. Hätten sie jetzt noch dazu getanzt und wären etwas fröhlicher, dann würde auch ich öfter kommen. Aber irgendwie tun alle Tonganer immer so bedrückt in der Kirche, als müssten sie darum betteln von ihrem „Sünden" freigewaschen zu werden. Dabei lässt es der Herr doch demnächst viel regnen und auch die Sonne hilft mit die Sünden aus den Leibern aller Menschen fortzubringen. Also warum die langen Gesichter ??? Freuet Euch und tanzt...meine Devise. Im Wald tanze ich oft mit mir und den Bäumen. Macht Spaß und fegt schlechte Gednken fort. ;)

Die Woche darauf ist in Avalon das Dachfest. Der Bau des Roundhouses geht vorwärts. Am Mittwoch dem 28. Oktober zeigt mir Dave, Isaaks Bruder die Plantage, wobei mir das Wort Garten besser gefällt, der Familie. Sollte ich mal Hunger leiden wäre dies eine Anlaufsstelle mehr für mich.
Bis heute habe ich nicht ein einziges Mal darauf zurükgegriffen. Wer soll das denn alles Essen. Die Kupalas haben sich eh gewundert, mit wie wenig „Nahrung“ ich auskomme. Wer redet denn hier von wenig? Vielleicht können sie meine Nahrung nur nicht sehen, und das was ich mir in den Mund schiebe, tue ich nur um mit Ihnen gesellig zu sein und in lockere Gespräche zu kommen. Und hinterher hat mein Körper wieder etwas, das er um jeden Preis los werden will und alle Gänge in Bereitschaft stellt um dies zu bewerkstelligen, was sie für uns dann in Kraft, also Leistung umwandeln lässt. Wohlgemerkt, hat auch das seinen Preis. Auf der Endrechnung vorm Herrn, stehen sie dann … die Abzüge. ;-)

So sieht das Jurtenroundhouse momentan aus.


Zum Ende des Oktobers hin bin ich dann mit Dachdecken und Wandbau beschäftigt. Ich lerne Kokosnussbaumblätter zu flechten. Übrigens lassen sich aus Pandanussblättern auch sinnvolle Dinge herstellen. Also Neu und sehr inspirative Tätigkeiten. Wenn es nur nicht ganz so warm wäre und etwas mehr Luft unterwegs wäre. Manchmal fällt das bewegen schwer und ich mache langsamer. Was solls.

Der November startet mit einer Überraschung. Ich war das erste mal zum Sonntagslunch bei Onani eingeladen, es gab in Kokosmilch gedünsteten Weißkohl sowie das Nationalgetränk der Saison (otai: wasser, kokosmilch, gehackte Mango und bissl braunen Zucker) und habe dieses gerade hinter mich gebracht und bin so Sonntag Nachmittags unterwegs zurück an das andere Ende der Insel, also ich plötzlich von einem Seitenweg her gerufen werden. Vielleicht könnt ihr Euch vorstellen, wie verdattert ich war. Jemand ruft meinen Namen. Ich meine, dieses Erlebnis hatte ich ja einige Monate vorher schon mal als ich auf Avalon arbeitete und der schweizerische Christoph aus Neuseeland bei mir vorbei tigerte. Aber das hier war trotzdessen ungewohnt. Ich hielt inne, schaute mich um und entdeckte das ältere Päärchen. Den Werner und die Elke, wie sie sich nach unserem Gespräch zu erkennen gaben. Sie offenbarten mir das sie schon 20 Jahre auf Fofoa leben würden und gerade wieder von einem Besuch aus Deutschland wieder kämen. Sie entdeckten meine Videos auf Youtube, unter dem Stichwort „Tonga“. Und sie waren überrascht, als der keine Kerl in diesen Videos auf Mensch und Natur deutsch quasselte. So beeschlossen sie, mich einmal aufzusuchen, wenn sie wieder im Inselreich wären. Das hat hat wunderbar geklappt, und heute bin ich unheimlich dankbar, diese Bekanntschaft gemacht zu haben. Ich erwarte nichts aber ich hoffe es entsteht mit der Zeit eine etwas dickere Bande. Gerade hier im Tonga habe ich schon gemerkt, das es gut ist wenn man sich unter Gleichgesinnten Landsleuten gebrauchen kann.Es gibt immer etwas auszutauschen. Und Nachbarschaftshilfe wird gerade hier groß geshrieben. Erinnert mich, nicht nur ein wenig, an die guten alten DDR-Zeiten. Ja die DDR hatte doch einiges positives wie aber auch negatives, was heute im Tonga weiter lebt. Nur ohne Mauer. Das kann ich natürlich nur aus der Sichtwarte eines 9jährigen Bengels beurteilen, denn älter war ich damals nicht, als die DDR anfing zu bröckeln.
Am Mittwoch dem 4. November mache ich einen Tagestrip nach Neiafu, mit all den Hunganern auf dem Boot der Kirche. Ich brauche ein paar wesentliche Dinge. Auch hier ist wieder Sparsamkeit gefragt und die Nahrungsfrage steht erstmal hinten an. Auf der Fahrt nach Neiafu war da so ein kleiner Typ, der aber ziemlich großes Mundwerk besaß.
Auf Vahas Kirchenboot unterwegs zwischen den Inseln

Ich nehme an, er war einfach nur nicht amüsiert über den Fakt, das wir kurz nach Abfahrt nochmal zum Hafen zurück fahren mussten, weil ich meine Umhängetasche mit meinem Smartphone dort hab liegen lassen. Auf der Rückfahrt am selben Tag, und einigem nachdenken über diese unpässliche Situation, entschuldigte ich mich bei ihm dafür. Heute geben wir uns ungeniert die Hand. Auch so macht man Bekanntschaften, obwohl ich bis heute noch nicht seinen Namen weiß. Auf dieser Fahrt war auch der Priester Vaha mit von der Partie. Ich mag ihn, er hat eine typisch tonganisch ruhige Ausstrahlung und die Gespräche mit ihm machen sehr viel Spaß. Denn sie sind konstruktiv und nicht von ständigen sinnlosen Fragen gespickt. Ich lege bei Onani noch 2 Kg Lammfleisch ab und verdufte an diesem Tag schnell wieder im Wald. In der Stadt war es viel zu heiß.

Am folgenden Tag bekomme ich Nachricht von meiner Mama, das sie mir ein Weihnachtspaket schicken möchte. Nun habe ich zu wählen, was ich gern darin finden wollen würde. Ich zerbreche mir einige Tage den Kopf darüber um ihr dann eine Antwort zu senden. Ich bin dankbar das ich dieses Smartphone, einen mobilen Internetzugang und diese Telegram-App habe.

Am Ende dieser Woche, um den 7. November herum bin ich endlich fertig mit dem Dach decken. Also gewebte Kokospalmwedel drauf befestigt sowie eine proper Plane installiert. Es trug sich zu das das Dach eine Stunde auf dem Roundhouse fertig verbrachte und es dann zu regnen anfing. So konnte ich unter dem schützenden Dach gleich auch mal feststellen, ob alles dicht war und das Wasser ordnungsgemäß abging. Und das tat es auch. Ich war zufrieden. Nun fehlte nur noch eine Möglichkeit, und das macht es bis heute, das Wasser auch aufzufangen und eine Weile lang zu speichern. Ich rechnete also gleich wie Blöd aus, was mich eine Verohrung kosten würde. Ein Plastikfass als erstes Speichergefäß hat mir der Phillipe vermacht, wofür ich sehr dankbar bin. Ich muss ihn noch fragen ob es es bei seiner nächsten Fahrt nach Hunga mit aufs Boot lädt, so kann ich es dann auf meinem Rücken in den Wald tragen. Rinne und Fallrohr zum auffangen des Wassers wird mich umgerechnet um die 120 Euro Kosten. Ebenso muss ich im Moment aber auch an das Weihnachtspaket meiner Mama denken, was ebenfalls wieder Importsteuer fressen wird. Auf mehr wie zwei Dinge brauchst du dich hier auch nicht konzentrieren, sonst fängst du irgendwann an zu wackeln. Alles schön nacheinander. ;-)

Mit dem Start der neuen Woche fällt mir eine Idee für die Fußbodenkonstruktion im Roundhouse zu. Es wird sozusagen ein „fliegender Fußboden“, der dann von der Südbrise immr etwas unterlüftet werden kann. Wenn es denn mal regnet bleibt es unter dem Fußboden immer trocken. Der Fußboden kann dann später mit selbstgewebten Pandanussmatten ausgelegt werden, aber bis es soweit ist, wohl erstmal mit etwas Alternativem. Jedenfalls wird es ein leicht federnder Boden für europäische Leichtgewichte. Doch erstmal sind nun die Wände dran, also jeden Tag mit Machete im Wald um halbwegs vernünftige „Woodsticks“ zu finden, aus den später die äußere Wandverkleidung erstellt wird. Wenn sie frisch sind lassen sie sich besser und nagelnder Weise an den Schrägpfosten befestigen, was dem ganzen Roundhouse nochmal immense Stabilität zukommen lässt. Von Innen werden dann bis zu halben Höhe ebenfalls noch „Woodsticks“ angebracht um den unteren Teil der Wände mit „COB“ zu füllen. Doch das wird alles erst nächstes Jahr stattfinden. Ist ja auch nicht mehr jung dieses verrückte 2015! Ja und mit dem Wänden bin ich dann auch noch solange beschäftigt bis am Mittwoch, dem 18. November, ein neuer Arbeitseinsatz startet. Endlich mal wieder bissl andere Tätigkeit. Wobei Bäume umnieten nun auch nicht gerade das gelbe vom Ei ist. Aber für das Vorankommen der Community auf Hunga eben unerlässlich. Es werden zum Glück ja auch noch konstruktivere Tätigkeiten auf uns zukommen, wobei der Garten Avalon ja schon ein ordentlich Ausgleich für mein Karma bedeutet. Einige Zeit vorher beschloss ich am 23. November mal rüberzulaufen nach Fofoa um meine deutschen Nachbarn zu besuchen. Im gleichen Atemzug erhielt ich eine Einladung eines tonganischen Freundes, Samisoni von Fofoa. Wieder ein gewöhnlicher Mann im gleichen Alter meines Papas. Nicht sehr merkwürdig aber sympathisch genug um mal auf Tuchfühlung zu gehen. Er lud mich ja gleich ein die ganze Zyklonsaison über in seinem Haus und Garten zu verbringen, ich vertröstete ihn jedoch erst mal auf ein paar Tage. Ich muss ja auch sehen ob es passt. Der erste Eindruck kann ja auch täuschen. Na jedenfalls hab ich ihn nun auch mal näher kennenlernen dürfen in seiner für ihn gewohnten Umgebung und er ist mir eben immer noch sympathisch. Ich schlage also am Montag auf Fofoa auf und lade gleich bei Werner und Elke um ein Frühstück zu bekommen obwohl ich doch nur den Weg zu Sonnis Haus erfragen wollte. Aber ich nehme es herzlich an da ich sehr hungrig bin. Der Gang durch das ebbende Wasser zwischen den beiden Inseln Hunga und Fofoa hat mich mächtig gestresst, da ich ein paar Minuten zu spät war. Ja die Ebbe ist eben pünktlich da und geht auch wieder pünktlich. Für so einen Hüpfer zwischen den Inseln ist es also unerlässlich, mal deutsche Pünktlichkeit walten zu lassen. Ich werde es beherzigen, bei meinem nächsten Hüpfer in ein paar Tagen. Ich muss schauen ob alles klar ist auf Avalon und auch mal was machen, da das Wetter jetzt, nach den letzten Unwetter und Sturmtagen, wieder viel besser ist. Ja genau. Ich war kaum hier im Safeplace von Sonnis zu Hause, da machte sich bei Amerikanisch-Samoa auch gleich mal ein kleiner Zyklon auf um alle hier ein wenig einzustimmen auf die Saison. Ist doch fantastisch. Man …. war das ein Wind, sogar hier oben mitten in einer Lichtung im Wald. Wobei man sagen muss, diese Lichtung hier ist mit ihren 7 Hektar bisschen sehr viel größer als Avalon. Und viel Regen kam herunter, so wie es sich gehört. Man könnte fast meinen, ab und zu spürte man, das man etwas fror während der Nacht. Ja es kühlte doch alles in der Umgebung stark herunter und das zehrte dann am eigenen Körper gemäß der Bewegungsgesetze des Wasser. Hihi. Die ersten beiden Nächte in Fofoa verbrachte ich erstmal mit Fieberanfällen. Mein Körper ging wieder mal stark in die Entgiftung. Also nur leichte Tätigkeit, da kam ja ein kleiner Hausputz hier gerade recht. Schien schon lange niemand mehr gemacht zu haben. Ein ganzer 10 Liter-Eimer voll Dreck kam zusammen. Am dritten Tag ging es dann rein in den Garten. Ich brachte gleich mal paar Samen vom Kohl, dem Mais sowie echter Erdnuss in ein eigens dafür freigemachtes Stückchen Erde. Heute, knapp eine Woche später sind da schon kleine Pflänzchen zu sehen. Selbst die Erdnüsse keimen. Ich weiß gar nicht mehr wie die mir zugefallen sind, aber ich probierte eine davon und registrierte das sie tatsächlich „raw“ also „keimfähig“ waren was mir also ein neues Beobachtungserlebnis, von wachsenden Erdnusspflanzen, einbringen wird. Nun ... bei der Sonne und den guten nächtlichen Regenfällen auch kein Wunder. Die Tomaten keimen nun auch schon und auch hier macht es Spaß dem zuzuschauen. Ich bin schon gespannt wie sich der in Deutschland von mir gezogene Tabaksamen beim keimen hier so macht. Ich muss sagen, im älteren Teil des Garten ist der Boden hier sehr Humusreich. Es wachsen Mangobäume, Mandarinenbäumen und Sandelholz ums Haus herum. Dann kommen die Ananas, etwas Bananen und jede Menge Papayabäume.

Stand der deutschen Tabakpflanzen nach 3 Monaten. Ihr Wachstum startet nun langsam durch nach Düngung mit etwas Asche.

Eine Springspinne verzehrt zum Kaffee einen Zirperkäfer. Eins der netten Geschöpfe
die mit ihrem zirpen den Sonnenuntergang begleiten.

Meine Wenigkeit vor dem Testbeet, welches erfolgreich abgeschlossen wurde.


Ich würde dem Wurzelgemüse ja gerne mehr Beachtung schenken, aber das ist nicht so mein Fall, alles was in der Erde wächst um gegessen zu werden. Schon in Deutschland hat es mir zwar Spaß gemacht die Kartoffeln wachsen zu lassen aber essen mussten sie dann andere. Ich hatte meinen Eltern immer welche gegeben. Außerdem entdeckte ich in Sonnis Garten Passions- und Sternfrucht. Die Avocadobäume sind noch zu jung, sie werden auch diese Saison noch keine Früchte tragen. Schade. Dann hätte ich mir einen Keimling machen können. Unter den Fettfrüchten ist mir die Avocado die Liebste. Ist die Saison wieder vorbei, was das dann auch. Weniger Fett das ganze Jahr über. Worüber ich sehr erstaunt war, ist da es hier auf dem Berg Digicel-Empfang gibt und dabei sogar 30-50% mobiles Internet mit reinfallen. Aus diesem Grund hab ich mir gestern auch bei den Kurztrip in die Stadt mit Werner und Boris (der andere deutsche Nachbar au Fofoa) mein Notebook geholt um hier in wirklicher Ruhe schreiben zu können um dann diesen kleinen Bericht über Nacht online zu stellen. Dabei fällt mir gerade ein, ich muss noch ein paar nette Fotos raus suchen, wobei ihr nicht vergessen solltet meinen Film auf Youtube anzuschauen, sobald dieser Online ist. Zum Schluss, an diese schönen sonnigen und warmen Dezembertag bleibt mir nur folgendes zu schreiben übrig:

Aussicht vom einem Strand auf Fofoa. Hunga hat davon leider sehr wenige bis keine.


Ich bin froh über meine Entscheidung, der Insel Fofoa, welche ich gern entdeckte, und ihren netten deutschen Einwohnern, ein Besuch abzustatten. Es ist ein unbeschreiblichen“Zu Hause-Gefühl“ hier und eine wirklich jederzeit willkommene Abwechslung hier zu sein wobei mir das pendeln zwischen Hunga und Fofoa nicht allzu schwer fällt. Befinden sich doch zwischen meinem Garten und den Plätzen hier nur ca. 2 Stunden flotter Fußmarsch. Ich könnte auch mit einem kleinen Ruderboot über die Lagune fahren, was sich vielleicht auch mal ergeben wird und sicherlich ein Abenteuer ist, jedoch ist mir der harte Boden unter den Füßen oftmals lieber. Typisch Landratte eben. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Ich bin froh Boris, Werner und Elke kennengelernt zu haben und hoffe das diese Bekanntschaften sich weiter entwickeln. Es waren und werden noch sicher viele konstruktive und informative Gespräche und ein lockeres Beisammensein worauf ich mich sehr freue. Ich werde die Tage dann wieder einen Arbeitsabstecher nach Avalon machen und die Fortsetzung unseres Arbeitseinsatzes zusammen mit Phillie folgt ebenfalls noch. Wollen wir beten das das Wetter uns Hold bleibt. Es soll ja die nächste ganze Woche so schön bleiben. Ganz verwundert bin ich immer noch über die Tatsache das ich kaum au Fofoa im Safehouse auch schon der erste zyklon in der Nähe sein Unwesen trieb. Zufall oder Schicksal??? Oder der Wunsch, das mal zu erleben??  Mmmmhh....In diesem Sinne wünsche ich alle gute und eines schönen zweiten Advent nach Deutschland und den Rest der Welt.


Euer Nico

zum ersten Tag eines neuen Arbeitseinsatzes zu Besuch bei Phil und Simone, den Initiatoren des Eco-Island-Projekts auf Hunga, auf der Antares in der Hunga Lagoon.
Eine 4 Monate alte Papapyapflanze auf Avalon. Papapyas sind Sukkulenten.

Der blaue Punkt, das ist GPS-genau die Lage von Avalon und Panta Rhei des Eco-Island-Projektes

Montag, 30. November 2015

Im stillen Kämmerlein

Mittwoch  14. Oktober 2015
(Veröffentlichung 30. 11. 2015) mobil

Der durch meine  Gefühle  eingeleitete  etwas  längere  Aufenthalt  in Neiafu  (sollten  ja  maximal  2 Wochen werden)  hat  einige  positive  Dinge  in die  Wege  geleitet.  Dinge, dessen  ich mir  vorher gar nicht  bewußt  werden  konnte  und welche  da  sind: 1. ich  konnte  so etwas  mehr  Zeit  bei  Philippe  und Simone  verbringen, wobei  ich die  erste Woche  viel  bei  den Fulivais  war um  dort  mehr Nähe  aufzubauen.  Wenn  ich  im  Wald bin geht  das  nicht. 2. habe  ich Lee  kennengelernt  und ihr nochmal  allein  einen  Besuch abgestattet,  der, wie  ich im nach  hinein  feststellte, auch  nötig  war um  ein nicht  von dritter  Seite  aus  entfremdetes  Bild dieser  netten  alten Dame  zu erhalten. 3. konnte  ich über  das  allseits  berühmte  Facebook wieder  Kontakt  zu meinem  M.A.P.-Mentor Daniel  herstellen  und so wieder  mehr Bewußtsein  in der Gruppe  nehmen. In Punkt  1 und 3 kann  ich behaupten, das  dies  Menschen  oder Dinge  sind die  mich  schon vor dem Königreich im  Leben  begleitet  haben und es  immer noch  tun, seitdem  ich  hier weile. In Punkt  1 konntet  ihr  bisher meine  Story  immer mit  verfolgen. In Punkt  2 tut  sich erst  etwas  Neues  auf  und in Punkt  3 habe  ich Euch bisher immer  im  Dunkeln stehen  lassen. So komme  ich heute, nach Ermutigung  durch Daniel,  dazu Euch  meine  Geschichte  diesbezüglich  zu erzählen. Zu  diesem Zwecke  ist  es  nötig,  nun eine  kleine  Zeitreise  zum  Anfang  des  Jahres  2014 zu  machen.  Der Jahreswechsel  2013/2014 gestaltete  sich bei  mir aus  meiner Gedankenwelt  gegenüber dieser Geldangelegenheit.  Stand ich  doch vorher immer ein wenig auf  Kriegsfuß mit  diesem, wie  ich es damals  bezeichnete, großen  Übel  der  Weltgeschichte.  Und ich bin der  Überzeugung, das  wenn man es  als  solches  betrachtet,  man immer so seine  kleinen  Schwierigkeiten  mit  diesem  Ding hat.  Nun, zu dieser  Zeit  tat  sich aber  etwas  in meiner Gedankenwelt. Ich  betrachtete  Geld als  etwas  völlig  Neues, da  mir klar  wurde,  das  es  nichts  weiter  als  ein  Werkzeug sein kann.  Wir ihr alle,  gab auch immer immer  mein Bestes,  wenn es  darum  ging, körperliche  oder geistige  Arbeit  zu verrichten.  Doch besonders  bei  der körperlichen  Arbeit, bei  welcher  es  darum  geht,  seine  Seelenenergie  in Kraft umzuwandeln, viel  es  mir  plötzlich  leicht, Geld als  ein Ding einzuordnen, was  diese  verflossene Energie  ersetzen könnte,  als  ein  Zwischenglied zwischen  Natur  und Mensch,  oder Mensch  und Mensch. Darum  taufte  ich es  ab sofort  „Seelenenergie“. Durch unsere  körperliche  Arbeit  wird viel Seele  von unseren Körpern genommen. Durch die  viele  und mancherzeits  auch schwere  Arbeit  in Kombination  mit  der rechten  Ernährung geht  unser Körper dann doch in  die  Entgiftung  und Entrümpelung,  was  wir als  Verdauung kennen.  Menschen  die  sich bekannterweise  viel  Bewegen haben  auch eine  starke  Seele, was  nichts  weiter beschreibt  wie  diesen Prozess  der inneren Reinigung. Und um  diesen  Prozess  zu  steuern, also zu  beschleunigen  oder zu entkräften  müssen  wir nur eine  bestimmte  Art  von Ernährung  wählen.  Wollen  wir unsere  Körper reinigen ist  es  sinnvoll uns  auf die  Wirkstoffe  der  vielen  guten Früchte  der hochwachsenden  Bäume  zu beschränken, welche  uns  mit  viel  Ballaststoffen  und den rechten Entgiftungsvitaminen und den für die  geistige Arbeit  so wichtigen  Fruchtzucker  versorgen. Brauchen  wir mehr Kraft  und Leistung in  unseren Körpern, wählen  wir mehr die  Dinge, welche  nahe  dem  oder im  Erdboden wachsen,  auch diese Dinge  besorgen  unseren  Körpern  die  Bereitstellung der  richtigen  Wirkstoffe  aus  der Natur um Leistungsfähig zu  sein. Scheinbar  heißt  die  „Stärke“  aus  bekannten Erdfrüchten  nicht  umsonst  so. Doch bevor ich wieder  allzu  weit  abschweife  wieder zurück  zum  roten Faden. Da  sich meine  Gedankenwelt  diesbezüglich nun änderte  zog  ich auch  schnell  in den weiten  des Internets  dieses  Thema  an,  welches  viele  von Euch  als  das  sogenannte  „Network Marketing“ kennen  dürften. Eine  Branche  in welcher es  sich zuträgt, das  sich  einige  bis  viele  Menschen auf einer Plattform  (z.B.  Advertising  Companys)  zusammentreffen  um  gemeinsam  und jeder für sich Geld  zu erwirtschaften. In meinem  Falle  war es  tatsächlich eine  „Werbeplattform“  welche  dazu gedacht  war, seine  eigene  Werbung  im  Internet  zu schalten,  und im  Gegensinne  sich dafür  nötige Möglichkeit  durch das  Anschauen der  Werbung  Anderer zu ergattern.  Zusätzlich konnte  und kann man  sich diese  Möglichkeit  auch  erkaufen durch  das  Erwerben von Paketen  im  kleinen  Wert, welcher für mich  damals  gar nicht  so klein  war,  da  ja  der  Geldsegen, wie  ihn  sich manche  wohl wünschen nie  so recht  da  war.  Lukrativ wurde  das  mit  den erwerbbaren  Paketen,  welche  einen mit Werbepunkten, zum  Werbung schalten, versorgen, aber  erst  so richtig durch die  darauf gelegte zeitlich gestaffelte  'Rendite'. Ich nenne  das  jetzt  mal  so, obwohl  es  im  englischen  ja  „Profit  Share“ heißt. Durch diese  Funktion wurde  und wird dem  Werbetreibenden  eine  Art  Belohnungssystem eingeräumt, welche  ihn am  Gesamttreiben aller  Werbetreibenden  auf dieser  Plattform  beteiligte. Ich entdeckte  für mich  sozusagen,  nach eingehendem  Studium,  die  Möglichkeit,  neben der  schaltbaren Werbung, welche  ich  Anfangs  für meine  Blogs  nutzte,  eine  Art  Sparbuch zu  haben, welches  man mit  einem  gewissen Betrag seiner  aufbringbaren  Energie  auflädt  um  selbst  Werbung zu schalten, jeden  Tag die  Werbung der  anderen  Werbetreibenden  anschaut  und dafür immer etwas  zurück bekommt.  Nachdem  ich  dann halbwegs  auf  der englischen  Internetplattform  dieser  Advertising Company  durchblickte,  startete  ich  natürlich und ohne  weiter negativ zu  denken im  Februar 2014 mit  einem  kleinen  Geldbetrag.  Und als  ich mitbekam  das  es  so funktionierte, wie  es  beschrieben wurde, kam  noch ein  kleiner  Geldbetrag  dazu, so das  ich  Ende  Juni  2014 auf Summasumarum  250 Us-Dollar kam,  da  diese  Company  ja  in den USA  angesiedelt  war und ist.  Außerdem  hatte  ich meine  12monatige  Mitgliedschaft  frei  geschalten  und nun lief  es  von dort  an so ab das  ich jeden  Tag die  Werbung  der anderen  Mitglieder anschaute  um  jeden  Tag meine  Belohnung einzukassieren. Und wenn dann aus  dieser  Belohnung wieder  ein  Paket  zum  selber  Werbung  schalten gekauft  werden konnte,  tat  ich dies,  so wuchs  dann  Tag um  Tag,  Woche  um  Woche,  Monat  um  Monat  die  Anzahl meiner in  diesem  System  stehenden  Pakete  an. Die  Punkte  dieser  Pakete  konnte  ich  für meine eigene  im  System  schaltbare  Werbung verbrauchen, der  Wert  dieser jeweiligen Pakete  jedoch addierte  sich und brachte  mir  meine  Belohnung ein, welche  ich ja  als  eine  Art  Sparbuch  betrachtete und es  auch  immer  noch so sehe. Die  ersten  Wochen  und Monate  dümpelte  es  natürlich so vor sich hin  und ich fing  an  Werbung  für meinen  „Mensch und Natur“-Blog  zu machen,  aber ich war und bin  jeden  Tag motiviert  und so erzählte  ich natürlich  auch den  Menschen  davon, die  in  meinem Leben als  Freund an  meiner  Seite  standen und von welchen  ich  überzeugt  war, das  sie, wenn es  um solche  Themen  ging, nicht  auf den  Kopf gefallen  waren. So trug es  sich dann auch  schon im  April 2014 zu,  das  mein treuer Freund  Tony  sich als  mein erstes  aktives  und bis  jetzt  einziges  aktives Teammitglied  entpuppte. Da  er damals  nicht  so viel  Zeit  hatte, durch sein  angehendes  Studium,  um sich  auf besagter  Werbeplattform  herumzutreiben, tat  ich  das  dann für ihn. Im  Gegenzug,  und dafür will  ich  mit  an dieser Stelle  nochmal  recht  herzlich  bei  Ihm  bedanken,  treibt  er nun schon 6 Monate sein  Unwesen dort  für mich. Denn hier  im  Tonga  habe  ich  recht  wenig  Zeit  und Geld für diese Angelegenheit.  Zeit, weil  ich viel  zu  tun habe  hier, was  ich vorher  nicht  gedacht  hatte,  und Geld, weil  der Mobilfunkverbindungen hier  noch in  Volumentarife  eingeteilt  sind, und es  sich auf Dauer gar  nicht  für mich rechnen würde, wenn ich  jeden  Tag auf  besagter Plattform  online  wäre. Ich hoffe und bete  zu Gott,  das  sich das  eines  Tages  ändern  wird. Scheinbar  wird ja  schon daran  gearbeitet hier  im  Königreich. Zu  diesem  Zwecke  wurde  schon eine  Firma  Namens  „tonga  cable  ltd“  aus  der Taufe  gehoben. Digicel  ist  dem  Zuwachs  in  diesem  Internetsektor im  Tonga  eben einfach nicht mehr  gewachsen.  Tagsüber kann man  den mobilen Internetzugang eigentlich komplett  vergessen. Wenn man  Glück hat,  bekommt  man mal  eine  Verbindung, welche  allenfalls  zum  Emails  checken, aber  nicht  zum  tiefen Surfen, reicht.  Inzwischen ist  nach  Mitternacht  bis  zum  Sonnenaufgang  die einzig brauchbare  Zeit  entstanden,  in welcher  man mal, wie  in meinem  Falle, ein  Video auf  Youtube hochladen kann  oder andere  breitbandintensivere  Dinge  gestalten  kann. Es  kam  vor das  ich des Nachts  dann  sogar  schon mal  eine  Uploadgeschwindigkeit  von 100 kb/sec  hatte.  Scheinbar als  fast Einziger  auf der Leitung  funktioniert  das  dann auch.  So hatte  ich z.B.  für das  Hochladen meines letzten  Avalonfilmes  zwei  aufeinanderfolgende  schlaflose  Nächte  und 1,2 Gigabyte  verpufftes Dtenvolumen.. Und das  nach  4  Wochen  Hungawald.  Ich war natürlich total  fertig  mit  der Materie und fühlte  mich nur noch wie  ein Geist  in  der Flasche.  Nun ja  … nach 20 Monaten  läuft  diese Werbeplattform  immer noch  Bestens  mit  sehr vielen  Mitgliedern aus  aller  Welt,  von welchen  jeder etwas  vom  großen Kuchen der  Werbetreibenden,  ebenfalls  aus  aller  Welt, etwas  ab bekommt. Inzwischen  haben sich aus  meinen  von mir in  Anfang 2014 Fünf eingesetzten  Paketen stattliche  32 Pakete  entwickelte. Die  Differenz  dazwischen  habe  ich  mir,  mit  Hilfe  von meinem  Klasse Teammitglied  (Eine  wäscht  die  Andere  Hand) durch das  eigene  Werbung betreiben  und  Werbung betrachten  erwirtschaftet.  Sozusagen  ein Krümel  vom  großen  Kuchen  auf den ich  ein klein wenig Stolz  sein kann, weil  ich  so brav  durchgehalten und mich im  „Nicht  Denken“  geübt  habe. Seitdem ich  im  Tonga  bin wurde  das  „Nicht  Denken“  dann durch „Positiv Denken“  in allen Bereichen ersetzt. Ebenfalls  ein  Training,  welches  Tag für  Tag besser wurde. Nicht  nur im  Bereich Geld sondern auch,  und besonders  in den Bereichen:  Natur und Soziale  Interaktion  mit  anderen Menschen. So bin ich davon überzeugt, das  aus  meinen bis  jetzt  32 erfleißigten  Paketen  auf besagter  Werbeplattform  auch noch doppelt  so viele  und mehr  werden und ich ganz  „nebenbei“  im Königreich ein  neues  Leben  anfange, im  Wald neue  Dinge  durch „Kapieren und Kopieren“  lerne, mit  offenen  Menschen  ohne  viel  Gedanken zu  haben, soziale  Interaktion  betreiben kann. Nicht  nur mit  Tonganern  sondern auch  mit  Menschen aus  aller  Welt,  die  es  hierher  verschlagen  hat. Ich  denke da  nur an meinen  neuen Freund aus  Sardinien (sei  gegrüßt) und meine  „endlich“  engen Freunde Simone  und Phillie  (man  hat  das  lange  gedauert  sich  wirklich mal  richtig  näher zu kommen und n gutes  Gefühl  dabei  zu haben oder  Lee, welche  ich  hier in  Neiafu wirklich gerne  besuchen gehe,  mal sehen was  sich daraus  entwickelt, oder den  Gouverneur  und seine  Chaosfamilie, wirklich Liebenswerte  Geschöpfe  deren  Alltag  ich aber  nicht  haben möchte  und all  die  anderen kurzen und/oder  langen  Bekanntschaften. Und nun möchte  vielleicht  doch der ein  oder andere  gern  Wissen, welche  mysteriöse  und geheimnisvolle  Werbeplattform  mit  schon seit  so langer  Zeit  still  und ohne Mucks  zu machen, und aus  welcher  ich eines  Tages  sicherlich etwas  von besagter Energie  abzapfen kann,  begleitet??  Dann fragt  mich  einfach,  ich bin  bereit  zu antworten.  Übrigens  in jeder Hinsicht.

Für Schnellkapierer:

http://www.5x5map.de/go/?ref=6006

Dienstag, 6. Oktober 2015

Durch einen Monsum bis zu einer Majestät

Hallo ihr lieben Audienten,

da issa wieder. Der Nico und seine merkwürdige Liste, welche er sich während seines Aufenthaltes auf Hunga macht.


Jeden Monat eine neue Liste … welche mich praktisch mit weiterer Arbeit auf Avalon versorgt nachdem ich verschiedene, wichtige und kleine oder größere Dinge besorgt habe. An diesem schönen Sonntag heute, ich nehm an es ist der 04. Oktober, hab ich beinah schon wieder alles zusammen. Muss nur noch in den Baumarkt für die Planen, die Schrauben, Entwässerungsrohre. Ach ja und beim Chinesen noch deie Mehlsäcke für „Earthbags“, denn ich habe nach dem letzten Starkregen, ja ihr lest richtig, entschieden die Wände meines Schlaf- und Schutzplatzes, Shelter, Haus, Dome oder wie man auch immer sagen möchte, e gibt ja da soooo viel Modebegriffe, mit hilfe dieser Kontruktionsmaßnahme zu gestalten, und dies auch in einer etwas mehr natürlicheren Form, so das man es, wenn die Wände dann mal stehen, sicherlich „Oval Office“ oder so nennen kann. Das Dach wird aber, wie bisher geplant vorher auf die schon stehenden Pfosten montiert, für später und für während des Bau der Wände, die bleiben dann von Anfang an vor dem Wetter von „Oben“ geschützt, und ich beim arbeiten darunter auch. Dazu entschieden habe ich mich deswegen, da in das letzte Terassenbeet vorm oder hinterm (wie man es sehen möchte) „Haus“ eine Drainage hineinkommt, welche während der Regenzeit aktiviert wird und dessen Abflüsse sich in den Südgarten ergießen werden in eine Art „Retentionssystem“. In Deutschland schlägt die „Brunnenkresse“ zweimal aus während des gesamten Jahres, aber nur … wenn der Spätsommer ein Warmer war. Mal schauen ob ich in meinen mitgebrachten Samentüten etwas Samen dieser Kresseart entdecke. Wenn nicht, dann sollte ich mir wohl eine andere Pflanze suchen. Könnt ihr mir helfen? Recherche betreiben? Mir fehlen hier die Nerven dazu....ich mag doch nicht ständig Nachts aufstehen um mal im Internet zu surfen. Ihr Internetding haben die Chinesen für Tonga von Anfang an falsch geplant und deswegen ballert es jetzt langsam „den Bach“ hinunter, weil immer mehr Bandbreite benötigt wird. Dem König ist es wohl auch egal. Dem gefällt es eh nicht, wenn seine „Schößlinge“ zu viel Zeit im www verbringen. Facebook ist ebenfalls eine Plage geworden, aber was soll man machen? Man macht erstmal mit, weil man mit seinen Liebsten (1000de) Kilometer weit weg nicht nur über eine, sondern über mehrere Art und Weisen in Kontakt sein muss. Der Eine will eben nur auf FB sein... der Nächste ist mehr auf G+ aktiv, Telegram arbeitet wieder für den Zweck besser obwohl Skype jetzt auch eine instantmessage-Funktion besitzt. Dieser Irrgarten ist es...der mich nervt, aber man maht brav mit. Übrigens besitzt Facebook in Verbindung mit dem Messenger auf einem Smrtphone alle Funktionen der eben anderen genannten Programme, warum es also nicht dafür nutzen?? Weil Mark Zuckerberg ein Jude ist? Was stört euch denn an dem Frieden, alles aus einer Hand zu bekommen? Zu sehr Kommunismus? Ich sag nur eins dazu. Der große Drache...die Schlange regiert doch schon längst unsere Welt, und alle großen Kämpfe sind schon lange ausgefochten. Nur der kleine Mann will scheinbar immer noch Krieg sehen und fühlen obwohl Frieden schon greifbar ist. Stellt eure Gedanken bezüglich dies bitte ab und ihr werdet sehen wie einfach es wird. Sicherlich.... auch hier greift der Chines', und das sehr offentsichtlich und nicht so versteckt wie woanders in die Entwicklung eines Volkes ein, z.B. über die Nahrung und die Automobile, ja sogar in die Entwicklung von „souveränen“ Menschen, und es wird zugelassen. Warum? Nun könnte man mutmaßen warum dies geschieht. In Europa meckert man höchstens noch Scherzhft über „Made in China“ weil nun schon jeder zweite ein Samsung Smartphone in der Tasche oder im Ohr hat. Hier im Tonga zünden sie noch ab und zu einen Chinashop an um zu zeigen, das sie unzufrieden sind. Denn gnadenlos überteuerte Preise, da könnte man auch wieder mutmaßen, zwingen den süchtigen Tonganer, viel Geld für Unsinn auszugeben. Dann gibt’s wieder praktische Dinge, wo man echt Dankbar sein kann, des es chinesische Landsleute hier gibt, die sich um den Import kümmern, da Tonga scheinbar selbst nix auf die Reihe bekommt. Wie gesagt, scheint es so. Nähere Untersuchungen stehen noch aus. Nach dem Internet kommt nun aber noch die Wasser- und Atromversorgung dazu, welche vom Chinadrachen übernommen werden, weil die Adelsfamilie wohl immer bequemer werden möchte das selbst zu regeln oder mal gescheitere Leute aus der Keimzelle der Welt da heran zu lassen. Nun ja … ich wünsche euch auf jeden Fall nach dieser tollen Einführung viel Spaß beim Lesen meines Tagebuches, welches ich aufgeschrieben habe, während der Zeit, zu welcher ich im September nicht die Möglichkeit hatte das ganze Videotechnisch zu konservieren.




Dienstag, 15.09.2015

Hier hatte ich mir notiert, das die Samen der Papayas und der Mandarinen, welche ich zusammen mit dem organischen Abfall auf die Gruben der Pflanzenzirkel gegeben habe schon nach dem kleinsten Regenfall hervorragend keimen und später als Jungpflanzen eine perfekte Beschattung dieser Gruben ergeben werden. Die Grub bleibt kühl und kalte Oxydation verwandelt den Inhalt der Grube in perfekten Fertiliser für die auf dem Zirkel lebenden Pflanzen, welche die Grube ebenfalls mit etwas diffusem Licht versorgen und dadurch besser gedeihen können. Heute habe ich das erste mal Spaghetti gegessen um nicht vom Fleische zu fallen, also um körperlich aktiv zu bleiben, anstatt nur Geistig. Eine kleine Portion mit etwas getrocknetem Sellerie, wie auf der Packung empfohlen reichte schon aus. Die zwei Wochen Fruchtdiet haben mich doch sehr geschwächt. Am Vormittag diesen Tages habe ich „Teno“ getroffen. Nach einem Gespräch offenbarte er sich mir als jemand von der Regierung und ich war froh, so ehrlich gewesen zu sein, wie ich es nun mal sein will. Puuh. Unter anderem fragte er mich auch ob ich „Marijuaana“ anbauen oder rauchen würde. Ich verneinte dies. Manche Tonganer haben wirklich ihre Probleme mit diesem Kraut, aber eben nur, weil sie es falsch anwenden. Da Feuer benutzt wird um es zu konsumieren geht die positive Wirkung, die es haben könnte, natürlich flöten. Selber schuld. Die frischen Blätter in einem Salat würden sich viel besser machen im Organismus des angehenden Menschen. Teno war auf Hunga im Dorf um ein kleines Fest abzuhalten und um im gleichen Zuge seine „Prüfer“ zu schicken um wohl eine Art Agrikultur-Preisauschreiben mit Recherchedaten zu versorgen. Für diesen Zwecke trieben sich diverse Helfer auf den Plantagen der Dorfbewohner herum. Außerdem war ich dazu geneigt unser Gespräch persönlich zu halten.


Mittwoch, 16.09.2015

Erstes laienhaft gefiltertes Koch- und Waschwasser bei starkem Regenfall getestet und für Erfolgreich eingestuft. Der damit gestaltete Morgenkaffee lies mich gestärkt am Leben im Wald teilhaben. Von Zehn bis Zwölf Uhr war es dann mal Regenfrei und ich konnte auch gehörig arbeit verrichten. Auch Nachmittags blieb es dann trocken und ich konnte anfangen das dritte Terassenbeet zu erschaffen. Ich arbeitete bis kurz vor Sonnenuntergang. Dann trainierte ich noch an der von mir konstruierten Klimmzugstange welche ich mit junger Liane zwischen zwei Bäumen in passabler Höhe montierte.


Donnerstag, 17.09.2015

An diesem Tag ging der Vormittag für die Nahrungsbeschaffung drauf, was hier ganz einfach durch die Gewaltmärsche durch den Wald gelingt. Dann montierte ich leichte Windschutztüren an den zwei Ein- und Augängen des Camps. Sie bestehen aus den wahnsinnig praktischen Kokosnussbaumblättern, welche ich mir jedensmal dankbar von jüngeren Pflanzen ausborge. Ich baute am dritten Terrassenbeet weiter. Buckelarbeit welche stählert.


Freitag, 18.09.2015

Nach einem Frühstück bei 2 kleinen Papayas und 2 Apfelbananen gestalte ich das Terrassenbeet weiter bei leicht sonnigem aber bewölktem Wetter. Ich muss oft an die neue Batterie denken, die ich im Oktober hier nutzen darf. Ich denke auch den edlen Spender, der dies ermöglichte. Danke Henry.

3. Terassenbeet - Für Nahrung

sehr zeitintensiv - woodchips im Wald sammeln und ausbringen
Mandarinenbaumkeimlinge im Papayazirkel

Samstag 19.09.2015

Heute ist das Wetter wieder sehr europäisch aprilmäßig unterwegs. Das kann manchmal etwas auf die Nerven gehen. Nach einem heutigen Mittagschlaf, welcher mich geistige Höhenflüge vollführen lies, taufe ich das neue Terassenbeet „Vegetabilis“, was soviel wie „lebendig“ heißt. Am Sonntag danach gebe ich mich mehr der Muse hin, gehe ein wenig auf Wanderschaft und lese den dritten Band von Megres Anastasia-Büchern auf meinem Smartphone.


Montag, 21.09. 2015

Bei heutigem Sonnenlicht habe ich es geschafft die Hälfte der gemachten Videoaufnahmen von meinem Smartphone auf den Usb-Stick zu kopieren. Ich habe außerdem angefangen das neue Terrassenbeet zu mulchen damit der Boden nicht allzusehr austrocknen kann. Danach verspüren meine Sinne künftigen Regenfall und ich beginne Feuerholz zu sammeln. Dann gibt es ab 18 Uhr ganze 14 Stunden Starkregen. Der erste dieses Jahr auf Hunga. Durch dieses Ereignis wird Alles ein wenig anders. Ich muss viele neue Entscheidungen treffen, regiere sozusagen auf das Ereignis und nach meinen Beobachtungen währenddessen und kurz danach.



Sonntag 27.09. 2015

Der Vormittag geht fürs Wasserholen drauf. Musik über Ohrstöpsel gibt mir Kraft kaltes klares Trinkwaser aus den Regenwassersspeicher des Dorfes holen zu gehen. Außerdem fliegen mir ein paar Bananen zu. Der Wald ist immer noch seeehr feucht und der Waldweg zum Dorf hat doch sehr sein Aussehen geändert, Wasser sei Dank. Zum Mittag gibt es etwas Sonnenschein. Ich esse eine Hopa, eine Papaya und lege mich dann zur Mittagsruhe. Das passiert nicht jeden Tag, nur dann wenn ich mich schwach fühle. Ich denke nun fast jeden Tag an meine Leute in Neiafu und an Henry, der die Entscheidung getroffen hat, bald zu uns zu stoßen. Bald werde ich ein Skypegespräch mit ihm haben. Wie ein Kleinkind freu ich mich darauf. Ich nehme die vielen kleinen Tiere wahr, die auf meinem Körper leben. Ich lasse sie. Es stört mich nicht. Meine körperliche Schwäche lässt mich die Entscheidung treffen 2 Tage früher in die Stadt zurück zu kehren. Auf Hunga gibt es keine Begräbniswirkstoffe (Vitamin B), welche zwar Kraft geben, aber unweigerlich durch Anpassung der Dosierung früher oder später zurück unter die Erde leiten. Ich stelle mir bei der Mittagsruh vor, wie ich Phillie und Betsy zum essen einlade und wir viel Spaß dabei haben. Nach der Mittagsruhe baue ich an der Treppe zwischen den Beeten weiter, mir wird schwindelig dabei und ich muss langsam machen. Eine innere Stimme sagt zu mir, heute Abend noch einen Cassiatee zu trinken um morgen darmfrei zu haben. Und schon kurz nach der ersten Tasse, es trug sich so um kurz nach halb Zehn zu, das ich während eines Regenfalls ordentlich kacken und duschen war. :-)

Treppenbau - nicht einfacher als Terassenbeete zu erschaffen






Teil 2 des Filmes





Mittwoch 30.09. 2015

Am Tag meiner Abreise tauschte ich im Shop ergatterte Vegankekse (die nette Dame gab mir Kredit), am Hafen in der Lagune in eine wirklich sehr reife Hopa Urbanane ein. WOW! Geschmacksexplosion pur. Ein Hund, hungrig und bettelnd war der Auslöser dieses tollen Ereignisses. Sein Frauchen, ein kleines Mädchen fand das so toll, das ich ihn gefüttert habe, das sie ihre Maama überredete mir eine ihrer Bananen zu überlassen. In der Stadt angekommen, landete ich gleich bei den Fulivais und vergnügte mich bei einem Power-Lunch. Grünes Blattgemüse aus dem Kühlschrank, zusammen mit wirklich reifen Tomaten. Ich empfohl auch dem Lord solch eine Mahlzeit. Er möchte so gern entgiften und etwas Gewicht verlieren, er ist wirklich sehr schwer für seine Größe und sein Alter, selbst für einen Tonganer. Der Gruppenzwang in der Familie, welche wirklich sehr groß ist. Seine Frau möchte ja auch sehr gern diesen Weg beschreiten, doch wegen der Kinder braucht sie Power, und sie weiß ebenfalls, was es bedeutet zu entgiften, zu entschleimen, und weiß was auf sie zukommt. Aber anhand der Tabletten, welche sie oft schluckt, sehe ich doch, das ihr Körper zwanghaft versucht alten Schrott loszuwerden. Ihm schrieb ich einen Ernährungsplan für eine Testwoche auf, welche auch diese Powermahlzeit während der Abendstunden enthielt. Ich entscheide mich dazu wenigsten einmal am Tag bei ihm vorbeizuschneien um ein Frühstück abzuhalten, da ich weiß, das er es gewöhnt ist erst zum Mittag zu essen. Aber wenn man mit Früchten wie Papaya entgiften will, dann ist es ratsam schon ein Frühstück zu machen und später mit den leckeren Bananen den Hunger zu stillen um dann schließlich am Abend die ersten Nebeneffekte durch Gemüse und etwas „weizen oder haferflockendämpfer“ abzustillen. Ansonsten werden die Schmerzen durch die losgelösten Leichengifte der konsumierten toten Tiere all die Jahre vorher, zu stark sein und der Jenige wird sicherlich kapitulieren. Deswegen empfahl ich ihm auch, mal am Wochenende ruhig zu diesem Fest zu gehen und nach Herz und Laune zu essen, aber als Belohnung, dafür... das er die anderen Tage EHRLICH mit sich selbst gewesensei. Aber mein Gefühl....mmmh. Ich sehe zu was mir mein Gefühl sagt. Denn ich frag mich wirklich wer am Abend des 2. Tag seiner Diät all die ganzen Muscheln verdrückt hat, die ich zusammengeschoben auf einem verwahrlosten Teller am Samstag Morgen auf dem Essenstisch stehen sah. Weiß der Geier.


Seine Majestät und Laya - Ein Doppelbaum auf einer 10 m hohen Wurzelbasis



Mein Freund, der Ent.


Sonntag 04.10.2015

Das wollte ich nicht unerwähnt lassen, das ich gestern und heut zwei wirklich heiß ersehnte Gespräche über Skype hatte, und ich fand es toll einmal mit meiner Mama zu sprechen und heute dann mit dem Henry von Sardinien, ein wirklich aufgeweckter Mann der eine sympatische Ausstrahlung hat, nur ich war nach 3 fast schlaflosen Nächten nicht wirklich in Bestform, ich denke, das hat der arme Kerl auch gemerkt, aber immerhin haben wir fast eine Stunde gequatscht, wobei ich viel zu viel geredet habe. Mach ich immer, wenn ich aufgeregt bin. Aber meine Freude auf dieses Gespräch hatte sich voll erfüllt. Beim nächsten Mal werde ich dann mehr zuhören. Vielen Dank Henry. Nun kommt noch eine Woche hier in der Stadt auf mich zu. Vitamin B Speicher voll und ausgeschlafen werde ich nach dieser mit all den Besorgungen zurückkehren in den Wald, my Home, my castle.


Montag 05.10.2015

Heute war ich im Baumarkt PTH um die fast letzten Besorgungen einzukaufen. Für 100 Euro habe ich Planen gekauft einmal um das Camp letztendlich Regenzeitfest zu haben und dann das Dach für das Shelter bauen zu können. Ein Dach, zusammengesetzt aus zwei baugleichen Planen, welche sich in der Mitte überlappen, mit einem Gerüßt darunter. Einmal dachte ich darüber nach das Dach begehbar zu machen um es als Sonnendeck zu nutzen, jedoch werde ich es vorziehen in einen der umliegenden größeren Bäume lieber meine Zeit in denn Bau einer kleinen Plattform zu investieren. Ist das Dach dann soweit fertig, werde ich den späteren Hausboden auskoffern und anfangen die Earthbagwände aus mit Ton gefüllten Mehlsäcken hochzuziehen mit dem Aushub aus dem Regenwasserretentionssystem im Südgarten. Die Wände des Shelters werden dann aus gefestigtem Ton sein und von Oben gesehen eine ovale- bis Eiform haben. Durch das schon vorher fertig gestellte Dach wird der Bau gleich von Anfang an geschützt sein vor Wasser und Sonnenstrahlen. Ich werde den Innenraum durch leichte Holzwände aufteilen in zwei Kammern. Eine Schlafkammer und eine Aufenthaltskammer. Und gerade just in diesem Moment habe ich die Idee, die beiden übereinander zu legen. Die Schlafkammer unter dem Aufenhaltsraum. Dann ist sie immer etwas kühler um Nachts während des Schlafes besser runterzukommen mit der Körpertemperatur. Und außerdem erreiche ich dann immer bequem die Dachkontruktion von unten, falls mal etwas repariert oder ersetzt werden muss, weil ja alles, außer der Plane aus natürlichen Materialen bestehen wird. Mal schauen, was mein Gefühl dazu sagt, wenn es soweit ist.

Wir sehen uns auf Hunga Island


Mittwoch, 2. September 2015

Dunkelheit und Licht

Dienstag 01.09.2015

Kurz nach Mittag. Freizeit. Da kann ich mal eine Rauchen und das Blog weiter füllen.
Die letzten Tage und Wochen waren wieder sehr Ereignisreich. Was ich im Wald so getrieben hab seht ihr in den Videos im YTKanal „Mensch und Natur“. 




Auch wenn diese nur einen minimialen Zeitauschnitt darbieten. So versuche ich die wichtigsten Details darin zusammenzufassen. Sollte mir das nicht immer gelingen, tut Euch als Zuschauer bitte keine Not daran, mir mit euren Tips und Tricks zur Seite zu stehen. Wie ihr Kontakt zu mir aufnehmen könnt, sollte ja klar und offen sein. Also immer schön in Kommmunikation bleiben. Das war in meinem früheren Leben selbstverständlich aber erst jetzt sehe ich wie notwendig und nützlich es ist zu kommunizieren. Dabei spielt es keine Rolle ob in die Ferne, übers Internet, zu den Freunden, verstreut über dem ganzen Globus, oder ob mit den Menschen direkt vorm eigenen Gesichte. Ob da Kommas oder Punkte im Satzbau fehlen, schei*egal, hauptsache Gedanken und Gefühle austauschen. So funktioniert das hier vor Ort, egal ob in der Stadt oder auf der Insel, mit mir und meiner Umwelt schon gut und immer besser. Mit Bedacht darf ich sagen, das ich ein wenig Stolz bin. Trotzdessen, ich als Energiesparer, merke ich das diese Kommunikation eine Menge Energie kostet. Egal ob es die Energie ist, die ich durch meinen Körper bereitstellen muss um in Aktion zu sein oder ob's elektrischer Strom für die Geräte ist, die ich für die Ferne benutze. Gerade jetzt schreibe ich eben zu Euch, weil die Sonne ihren Höchststand hat. Ich würde gerne Abends schreiben, aber die Solarakkus hier, alt und gebraucht, halten ihre Spannung dann nicht mehr ausreichend, und das Geld für ein neues Akku, muss ich erst mühseelig zusammensparen. Draussen fängt ein 200Watt-panel bissl Sonne ein um über den Umweg der Bleiakkus und nen 220V-Inverter das Akkuvom Notebook ab und zu zu laden....Aber das wird schon. Die Zeit wird kommen, da bin ich mir sicher. Nur ungern stecke ich den Stromstecker des notebooks hier in die Netzdose, denn dann solle ich auch Bargeld in der Tasche haben für die Gemeinschaftskasse. Selbstverständlich, oder? Im Wald werkeln zwei 40Watt Panele für ein paar Stunden am Tag damit ich dort wenigsten mein Smartphone geladen halten kann. Hat während der letzten Waldtage auch gut funktioniert. Hatte Abends sogar noch bissl 12Volt-Led-Licht um den Tag mal ne halbe Stunde zu verlängern. Und auf meinem Smartphone lese ich nun jeden Abend in einem Pdf-Buch meiner Wahl. Das letzte Buch, welches ich las, trägt den Namen: Das Urgesetz der Ernährung von Walter Sommer, und ich komm nicht drum herum zu erwähnen, das darin vieles steht, was der Herr Viktor Schauberger in seinen Büchern nicht geschrieben hat, da Vikky lieber so geschrieben hat, das es kein Schwein versteht, sondern nur jene, die schon auf dem Pfad sich befanden. Hat mich seiner Zeit 6 Jahre meines Lebens gekostet, den Schauberger hinter die Schliche zu kommen. Durch eigene Beobachtungen und Versuche, durch Bekannt- und Freundschaften zu anderen Schauberger-Begeisterten, aber ich muss doch sagen, jetzt, es hat sich gelohnt. Und ich kann das nur an jeden weitergeben. Öffnet euch der Natur und eines Tages werdet ihr diesen unsagbar schweren Schatz heben. Versprochen!! Aber ohne Geduld und Feinem Gefühl, das kann ich auch versprechen, wird’s nix. Große Lauscher und Glupscher braucht ihr da und nen immer dichter werdenen Körper, sprich, immer feinere Antennen, immer weniger solide Nahrung, immer mehr des feinen Stoffes.
Anlage eines Permakulturtestareals (Spinatbeet)
Am 28.08. Früh Morgens um 6 Uhr aufgestanden und dann nix wie dem Gefühl hinter her gerannt, das an diesem Tag ein Boot zurück nach Neiafu fährt. Ich komme um 7.30 im Hungadorf an. Unterwegs treffe ich die Frau von Lemoni.
Bohnen kriechen unter der dicken Mulchdecke im Regenwald hervor




Süßer Mais macht es sich auf Avalon gemütlich
Seine Mutter verkauft in Neiafu aufm Markt frische Früchte und Gemüse. Zur Zeit gibt’s weniger Bananen, Papapyas halten sich die Waage, genau wie Kokosnüsse. Dafür gibt es viel Grünzeug. Kopfsalate und Weißkohl sind allgemein der Renner. Genau wie Tomaten, Zwiebeln, Gurken und Zuchini, wo aber oft noch GrüneTomaten also unreife verkauft werden. Den Leuten hier zu erklären, das die grünen Tomaten giftig sind, braucht man nicht, den meißten geht’s nur ums Geld, so habe ich am Samstag, meinem ersten Tag in Neiafu, wieder feststellen dürfen, das es mir immer öfter passiert, mit den Händlern entweder zu feilschen oder sie durch nette Gespräche so zu beschwören, das sie von allein Rabatte geben. Oft ist es auch sinnvoll, wenn man die Zeit dazu hat, kurz vor Marktschluss, Obst und Gemüse zu kaufen. Bei Früchten jedoch klappts besser. Warum? Man suche sich einen Händler mit vielen sehr bis überreifen Früchten und mache ihnen ein Superangebot um diese überreifen Früchte loszuwerden. Die meißten willigen ein, weil sie ein Herz zur Natur haben und es lieber sehen, das das Obst noch gegessen wird, als das sie es weg schmeissen müssen, weil es unverzehrbar wird. So bekommt man dann schon 4 sehr reife mittelgroße Papayas (Lesi) für die Hälfte, also anstatt 8 TOP, dann nur 4 TOP. Die Geldgeilen Verkäufern bekommt man meißt dazu, das man ihnen, während sie die „Ware“ in Plastikbeutel packen, einfach den Rücken zu dreht und geht, das ist der letzte Ausweg um ihnen sichtbar zu machen, das sie schlauer sein könnten als sie es nur kurze Momente vorher waren. Samstag musste ich auch unbedingt nochmal in den Baumarkt, eine dritte und hoffentlich letzte zusätzliche Plane kaufen um mein Camp gegen Süden hin Wind- und Regensicherer zu machen. Ich hab da auch schon eine Idee der Installation im Kopfe, damit mir im Camp der Wind nur bissl um die Füße weht und der Kopf das Wärmste Körperteil bleibt. Im Übrigen baue ich mein „Cabin in the woods“ eben auch nach dieser Idee.
Unten Kalt und oben Warm. Tja und im Hungawald sollte man da den Wind eben mit in die Rechnung mit einbeziehen, denn der ist sehr oft in diesem Spiel mit dabei. Ebenso spielt nachher auch die Sonne und der Regen mit hinein. Ich finde das macht Spaß, seinen Kopf in solche Richtungen anzustrengen. Hausbau per Intuition und nach dem Ursache-Wirkung-Reaktions-Gesetz nach Schauberger. Erstmal was Bauen und dann Schauen und dann Verbessern. So entwickelt sich im übrigen scheinbar auch der Mensch, fragt sich bloß, in welche Richtung. ;-)

Den Gang zum Baumarkt, ich nehme an das sind 3-4 Km, natürlich zu Fuß und danach den ganzen Weg wieder zurück, „Down Town“ Bellavista. Geburtstagslunch mit den Fulivais und Konsorten.
Gute Laune und Tanzwut vorprogrammiert. Und jetzt kommts... keine Fressorgien. Nada! Aber so soll es sein. Mehr Sonnenschein im Herz weniger Ballast im Magen und schon kommt gute Laune auf. Selbst die Beiden von der Mormonenschule, mit denen ich vor Wochen schonmal Billiard spielte und die nun mit mir an einem Tisch saßen, haben sich in ihrem Essverhalten zurückgehalten, aber das schien mir eher von Haus aus, als aus reiner Rücksichtnahme.
Wirklich zwei nette Jungs, die mir helfen mein Englisch zu verbessern. Und Helen war wirklich darum bemüht, meinem Wunsch: Nicht mit totem Tier in Berührung zu kommen, zu entsprechen und das hat unsere Beziehung auch nochml gefestigt, wie ich finde. Genau so werde ich mich dann mal bemühen, wenn sie mir gegenüber einen Wunsch äußert. Ich erinnere sie damal jetzt auch nochmal an unsere GARTENKOMPETITION.
Sogar die Angestellten des Restaurants feierten mit uns.


Denn während auf Avalon aus ihrem Samen schon stattliche Pflanzen werden, hat sie hier noch nicht einmal angefangen...
Um 15 Uhr ist der ganze Tanzspaß dann vorbei und Phillie, Betsy, Baby K und Ich treten den Heimweg an, welcher sich zum Teil zu Fuß, zum Teil per Anhalter gestaltet. Selbst durch einige Wolken hindurch ist die Sonne um diese Zeit Erbarmungslos zu spüren auf meinem mogliartig behaarten Kopf, den zu Ehren des Geburtstagskindes trug ich mein Haar sehr oft offen, was eine herrliche Wohltat ist. In der Stadt mach ich das sonst normlweise nicht, weil Du dir dann sehr schnell allerhand „Dreck und Staub“ einfährst und jeden Abend damit beschäftigt sein könntest, den wieder rauszuwaschen und ich rede hier von Massen und nicht nur 3 Körnern. Denn die Stadt ist Staub und Wüste. Anders kann ich das nicht beschreiben. Es entspräche nicht meiner Wahr-nehmung. Da ist es im Wald sauberer und das soll auch so bleiben. Zwinker

Die Nacht von Samstag zu Sonntag war dann gefüllt mit Schlaflosigkeit und viel Arbeit am Notebook. Videomaterial sichten und dann nen halbwegs ansehnlichen Film daraus zu schustern, welchen ich gleich darauffolgend in den Stunden um Mitternacht zum „upload“ freigab. War das wieder ne Odysee. Ich und Technik. Das mal noch ab und zu zu haben, lässt diese Beziehung nicht ganz einschlafen und ich bleib da halbwegs fit darin. Bäume funktionieren einfacher! Wasser und seine gestalterische Kraft eben. Nachdem ich dann nur 3 Stunden schlief, ließ ich am Sonntag mal die Welt Welt sein und stecke alle Viere von mir, musste mich wieder bissl hochpeppeln mit einer Kokosnuss und einfach nur rumsitzen und ein Buch lesen. Tat mir sichtlich gut. Der Wald wartet.
Montag wachte ich dann nach einem schönen Götterschlaf sehr hungrig auf. Erster Gedanke: Bananen! Also Tasche geschnappt, die paar Kröten zusammengekratzt und auf zum Markt. Vorher noch bei den Fulivais geparkt, leider nix zu holen. Keine Früchte, also weiter stapfen bis runter zum Markt, und mir schonungslos alles zum Halbpreis runter gedealt. Klappt also immer noch, wenn das Port e money leer ist, der Nico und Feilschen, hätte ich nie geglaubt, wenn mir das einer vor 2 Jahren hätte weiß machen wollen. Dann unter nen Doa-Baum gesetzt und erstmal 1 Kilo Bananen nach diesem Fastensonntag wohl gekaut gegessen. Und das tat wirklich sehr gut. Den Rest des Tages, ein schöner kühler Montag, beschloss ich, verbrachte ich bei der Chaosfamilie Fulivai. Die bucklige Verwandschaft war auch noch da. Helens zierliche Mama. Seine große Mutter, und noch andere aus dem Klan. Die Großen in der Schule, die Kleinen im Haus oder drum herum. Ach so.... an diesem Tag machte ich meinen größten Fehler. Ich dachte ich könne Stolz sein, das tonganische Volk zu lieben, aber ich bin eben immer noch ein Palangi, und ich traf auch noch im richtigen Moment im Postbüro ein, denn die Zolltante war auch gerade da. Wollte eigentlich nur die Versandpreise nach Deutschland erfragen, da erspähten meine Augen dieses gelbe DHL-Paket. Das konnte nur von meiner Mutter sein, und anstatt leise und still zu verschwinden um Helen in die Startlöcher zu bringen, versuchte ich nun in einem Gespräch mit der Posttante und der Zollbeamtin scheinbar mein Englisch aufzubessern und bin dabei in mein eignes Fettnäpfchen getreten. Das war Lehrgeld, Einfuhr- und Konsumsteuer. Paaah! Abzocke! Und das Paket gab die Zollbeamtin dann im Laufe des Tages und einem Telefonat mit Helen auch erst raus, als ich es selbst bezahlte. Die Versandkosten, die meine Mama bezahlt, das war der Betrag, den ich hier auch nochmal blechen durfte. Mein letztes Bargeld! Und von was soll ich mir jetzt Nahrung kaufen? Zum Glück gab Helen was dazu und ich hatte danach nochn paar Kröten um über die 2 Resttage hier in Neiafu zu kommen. Der Wald will kein Geld haben und nährt mich auch so. :-) Morgen ist Mittwoch. Ich beten zu Vaha, das er recht hatte, das sein Boot am Mittwoch wieder fährt. Ich jedenfalls halte morgen Vormittag Ausschau nach diesem buckligen alten Kahn, der mich bis jetzt immer sicher hin und zurück brachte.

Tja und über Nacht und an diesem herrlichen bewölkten Dienstagabend bin ich dabei all die gestrigen, auch noch anderen vielen Eindrücke, zu verarbeiten. Leider würde es den Rahmen sprengen, alle Erlebnisse hier mit rein zu nehmen. Ich kann nur eins sagen. Durch meine neuen Erfahrungen, die ich beschlossen allein machen musste, bin ich nun meinen Freunden hier in der Gemeinschaft ebenfalls viel viel näher gekommen. So entsteht Freundschaft, nehme ich an. Die ist nicht einfach von Anfang an da, und so wird das zwischen allen Menschen sein, auch wenn sie so tun als wäre es nicht so. Um zu erfahren, wie das ist …. bleibt Euch nur eines übrig: Come to where the flavour is.... come to Kingdom Tonga. Experience Yourself!

Wir sehen uns auf Hunga Eiland!