Dienstag 01.09.2015
Kurz nach Mittag. Freizeit. Da kann ich
mal eine Rauchen und das Blog weiter füllen.
Die letzten Tage und Wochen waren
wieder sehr Ereignisreich. Was ich im Wald so getrieben hab seht ihr
in den Videos im YTKanal „Mensch und Natur“.
Auch wenn diese nur einen minimialen Zeitauschnitt darbieten. So versuche ich die wichtigsten Details darin zusammenzufassen. Sollte mir das nicht immer gelingen, tut Euch als Zuschauer bitte keine Not daran, mir mit euren Tips und Tricks zur Seite zu stehen. Wie ihr Kontakt zu mir aufnehmen könnt, sollte ja klar und offen sein. Also immer schön in Kommmunikation bleiben. Das war in meinem früheren Leben selbstverständlich aber erst jetzt sehe ich wie notwendig und nützlich es ist zu kommunizieren. Dabei spielt es keine Rolle ob in die Ferne, übers Internet, zu den Freunden, verstreut über dem ganzen Globus, oder ob mit den Menschen direkt vorm eigenen Gesichte. Ob da Kommas oder Punkte im Satzbau fehlen, schei*egal, hauptsache Gedanken und Gefühle austauschen. So funktioniert das hier vor Ort, egal ob in der Stadt oder auf der Insel, mit mir und meiner Umwelt schon gut und immer besser. Mit Bedacht darf ich sagen, das ich ein wenig Stolz bin. Trotzdessen, ich als Energiesparer, merke ich das diese Kommunikation eine Menge Energie kostet. Egal ob es die Energie ist, die ich durch meinen Körper bereitstellen muss um in Aktion zu sein oder ob's elektrischer Strom für die Geräte ist, die ich für die Ferne benutze. Gerade jetzt schreibe ich eben zu Euch, weil die Sonne ihren Höchststand hat. Ich würde gerne Abends schreiben, aber die Solarakkus hier, alt und gebraucht, halten ihre Spannung dann nicht mehr ausreichend, und das Geld für ein neues Akku, muss ich erst mühseelig zusammensparen. Draussen fängt ein 200Watt-panel bissl Sonne ein um über den Umweg der Bleiakkus und nen 220V-Inverter das Akkuvom Notebook ab und zu zu laden....Aber das wird schon. Die Zeit wird kommen, da bin ich mir sicher. Nur ungern stecke ich den Stromstecker des notebooks hier in die Netzdose, denn dann solle ich auch Bargeld in der Tasche haben für die Gemeinschaftskasse. Selbstverständlich, oder? Im Wald werkeln zwei 40Watt Panele für ein paar Stunden am Tag damit ich dort wenigsten mein Smartphone geladen halten kann. Hat während der letzten Waldtage auch gut funktioniert. Hatte Abends sogar noch bissl 12Volt-Led-Licht um den Tag mal ne halbe Stunde zu verlängern. Und auf meinem Smartphone lese ich nun jeden Abend in einem Pdf-Buch meiner Wahl. Das letzte Buch, welches ich las, trägt den Namen: Das Urgesetz der Ernährung von Walter Sommer, und ich komm nicht drum herum zu erwähnen, das darin vieles steht, was der Herr Viktor Schauberger in seinen Büchern nicht geschrieben hat, da Vikky lieber so geschrieben hat, das es kein Schwein versteht, sondern nur jene, die schon auf dem Pfad sich befanden. Hat mich seiner Zeit 6 Jahre meines Lebens gekostet, den Schauberger hinter die Schliche zu kommen. Durch eigene Beobachtungen und Versuche, durch Bekannt- und Freundschaften zu anderen Schauberger-Begeisterten, aber ich muss doch sagen, jetzt, es hat sich gelohnt. Und ich kann das nur an jeden weitergeben. Öffnet euch der Natur und eines Tages werdet ihr diesen unsagbar schweren Schatz heben. Versprochen!! Aber ohne Geduld und Feinem Gefühl, das kann ich auch versprechen, wird’s nix. Große Lauscher und Glupscher braucht ihr da und nen immer dichter werdenen Körper, sprich, immer feinere Antennen, immer weniger solide Nahrung, immer mehr des feinen Stoffes.
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Anlage eines Permakulturtestareals (Spinatbeet) |
Am 28.08. Früh Morgens um 6 Uhr
aufgestanden und dann nix wie dem Gefühl hinter her gerannt, das an
diesem Tag ein Boot zurück nach Neiafu fährt. Ich komme um 7.30 im
Hungadorf an. Unterwegs treffe ich die Frau von Lemoni.
Seine Mutter
verkauft in Neiafu aufm Markt frische Früchte und Gemüse. Zur Zeit
gibt’s weniger Bananen, Papapyas halten sich die Waage, genau wie
Kokosnüsse. Dafür gibt es viel Grünzeug. Kopfsalate und Weißkohl
sind allgemein der Renner. Genau wie Tomaten, Zwiebeln, Gurken und
Zuchini, wo aber oft noch GrüneTomaten also unreife verkauft werden.
Den Leuten hier zu erklären, das die grünen Tomaten giftig sind,
braucht man nicht, den meißten geht’s nur ums Geld, so habe ich am
Samstag, meinem ersten Tag in Neiafu, wieder feststellen dürfen, das
es mir immer öfter passiert, mit den Händlern entweder zu feilschen
oder sie durch nette Gespräche so zu beschwören, das sie von allein
Rabatte geben. Oft ist es auch sinnvoll, wenn man die Zeit dazu hat,
kurz vor Marktschluss, Obst und Gemüse zu kaufen. Bei Früchten
jedoch klappts besser. Warum? Man suche sich einen Händler mit
vielen sehr bis überreifen Früchten und mache ihnen ein
Superangebot um diese überreifen Früchte loszuwerden. Die meißten
willigen ein, weil sie ein Herz zur Natur haben und es lieber sehen,
das das Obst noch gegessen wird, als das sie es weg schmeissen
müssen, weil es unverzehrbar wird. So bekommt man dann schon 4 sehr
reife mittelgroße Papayas (Lesi) für die Hälfte, also anstatt 8
TOP, dann nur 4 TOP. Die Geldgeilen Verkäufern bekommt man meißt
dazu, das man ihnen, während sie die „Ware“ in Plastikbeutel
packen, einfach den Rücken zu dreht und geht, das ist der letzte
Ausweg um ihnen sichtbar zu machen, das sie schlauer sein könnten
als sie es nur kurze Momente vorher waren. Samstag musste ich auch
unbedingt nochmal in den Baumarkt, eine dritte und hoffentlich letzte
zusätzliche Plane kaufen um mein Camp gegen Süden hin Wind- und
Regensicherer zu machen. Ich hab da auch schon eine Idee der
Installation im Kopfe, damit mir im Camp der Wind nur bissl um die
Füße weht und der Kopf das Wärmste Körperteil bleibt. Im Übrigen
baue ich mein „Cabin in the woods“ eben auch nach dieser Idee.
Unten Kalt und oben Warm. Tja und im Hungawald sollte man da den Wind eben mit in die Rechnung mit einbeziehen, denn der ist sehr oft in diesem Spiel mit dabei. Ebenso spielt nachher auch die Sonne und der Regen mit hinein. Ich finde das macht Spaß, seinen Kopf in solche Richtungen anzustrengen. Hausbau per Intuition und nach dem Ursache-Wirkung-Reaktions-Gesetz nach Schauberger. Erstmal was Bauen und dann Schauen und dann Verbessern. So entwickelt sich im übrigen scheinbar auch der Mensch, fragt sich bloß, in welche Richtung. ;-)
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Bohnen kriechen unter der dicken Mulchdecke im Regenwald hervor |
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Süßer Mais macht es sich auf Avalon gemütlich |
Unten Kalt und oben Warm. Tja und im Hungawald sollte man da den Wind eben mit in die Rechnung mit einbeziehen, denn der ist sehr oft in diesem Spiel mit dabei. Ebenso spielt nachher auch die Sonne und der Regen mit hinein. Ich finde das macht Spaß, seinen Kopf in solche Richtungen anzustrengen. Hausbau per Intuition und nach dem Ursache-Wirkung-Reaktions-Gesetz nach Schauberger. Erstmal was Bauen und dann Schauen und dann Verbessern. So entwickelt sich im übrigen scheinbar auch der Mensch, fragt sich bloß, in welche Richtung. ;-)
Den Gang zum Baumarkt, ich nehme an das
sind 3-4 Km, natürlich zu Fuß und danach den ganzen Weg wieder
zurück, „Down Town“ Bellavista. Geburtstagslunch mit den
Fulivais und Konsorten.
Gute Laune und Tanzwut vorprogrammiert. Und jetzt kommts... keine Fressorgien. Nada! Aber so soll es sein. Mehr Sonnenschein im Herz weniger Ballast im Magen und schon kommt gute Laune auf. Selbst die Beiden von der Mormonenschule, mit denen ich vor Wochen schonmal Billiard spielte und die nun mit mir an einem Tisch saßen, haben sich in ihrem Essverhalten zurückgehalten, aber das schien mir eher von Haus aus, als aus reiner Rücksichtnahme.
Wirklich zwei nette Jungs, die mir helfen mein Englisch zu verbessern. Und Helen war wirklich darum bemüht, meinem Wunsch: Nicht mit totem Tier in Berührung zu kommen, zu entsprechen und das hat unsere Beziehung auch nochml gefestigt, wie ich finde. Genau so werde ich mich dann mal bemühen, wenn sie mir gegenüber einen Wunsch äußert. Ich erinnere sie damal jetzt auch nochmal an unsere GARTENKOMPETITION.
Denn während auf Avalon aus ihrem Samen schon stattliche Pflanzen werden, hat sie hier noch nicht einmal angefangen...
Gute Laune und Tanzwut vorprogrammiert. Und jetzt kommts... keine Fressorgien. Nada! Aber so soll es sein. Mehr Sonnenschein im Herz weniger Ballast im Magen und schon kommt gute Laune auf. Selbst die Beiden von der Mormonenschule, mit denen ich vor Wochen schonmal Billiard spielte und die nun mit mir an einem Tisch saßen, haben sich in ihrem Essverhalten zurückgehalten, aber das schien mir eher von Haus aus, als aus reiner Rücksichtnahme.
Wirklich zwei nette Jungs, die mir helfen mein Englisch zu verbessern. Und Helen war wirklich darum bemüht, meinem Wunsch: Nicht mit totem Tier in Berührung zu kommen, zu entsprechen und das hat unsere Beziehung auch nochml gefestigt, wie ich finde. Genau so werde ich mich dann mal bemühen, wenn sie mir gegenüber einen Wunsch äußert. Ich erinnere sie damal jetzt auch nochmal an unsere GARTENKOMPETITION.
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Sogar die Angestellten des Restaurants feierten mit uns. |
Denn während auf Avalon aus ihrem Samen schon stattliche Pflanzen werden, hat sie hier noch nicht einmal angefangen...
Um 15 Uhr ist der ganze Tanzspaß dann
vorbei und Phillie, Betsy, Baby K und Ich treten den Heimweg an,
welcher sich zum Teil zu Fuß, zum Teil per Anhalter gestaltet.
Selbst durch einige Wolken hindurch ist die Sonne um diese Zeit
Erbarmungslos zu spüren auf meinem mogliartig behaarten Kopf, den zu
Ehren des Geburtstagskindes trug ich mein Haar sehr oft offen, was
eine herrliche Wohltat ist. In der Stadt mach ich das sonst
normlweise nicht, weil Du dir dann sehr schnell allerhand „Dreck
und Staub“ einfährst und jeden Abend damit beschäftigt sein
könntest, den wieder rauszuwaschen und ich rede hier von Massen und
nicht nur 3 Körnern. Denn die Stadt ist Staub und Wüste. Anders
kann ich das nicht beschreiben. Es entspräche nicht meiner
Wahr-nehmung. Da ist es im Wald sauberer und das soll auch so
bleiben. Zwinker
Die Nacht von Samstag zu Sonntag war
dann gefüllt mit Schlaflosigkeit und viel Arbeit am Notebook.
Videomaterial sichten und dann nen halbwegs ansehnlichen Film daraus
zu schustern, welchen ich gleich darauffolgend in den Stunden um
Mitternacht zum „upload“ freigab. War das wieder ne Odysee. Ich
und Technik. Das mal noch ab und zu zu haben, lässt diese Beziehung
nicht ganz einschlafen und ich bleib da halbwegs fit darin. Bäume
funktionieren einfacher! Wasser und seine gestalterische Kraft eben.
Nachdem ich dann nur 3 Stunden schlief, ließ ich am Sonntag mal die
Welt Welt sein und stecke alle Viere von mir, musste mich wieder
bissl hochpeppeln mit einer Kokosnuss und einfach nur rumsitzen und
ein Buch lesen. Tat mir sichtlich gut. Der Wald wartet.
Montag wachte ich dann nach einem
schönen Götterschlaf sehr hungrig auf. Erster Gedanke: Bananen!
Also Tasche geschnappt, die paar Kröten zusammengekratzt und auf zum
Markt. Vorher noch bei den Fulivais geparkt, leider nix zu holen.
Keine Früchte, also weiter stapfen bis runter zum Markt, und mir
schonungslos alles zum Halbpreis runter gedealt. Klappt also immer
noch, wenn das Port e money leer ist, der Nico und Feilschen, hätte
ich nie geglaubt, wenn mir das einer vor 2 Jahren hätte weiß machen
wollen. Dann unter nen Doa-Baum gesetzt und erstmal 1 Kilo Bananen
nach diesem Fastensonntag wohl gekaut gegessen. Und das tat wirklich
sehr gut. Den Rest des Tages, ein schöner kühler Montag, beschloss
ich, verbrachte ich bei der Chaosfamilie Fulivai. Die bucklige
Verwandschaft war auch noch da. Helens zierliche Mama. Seine große
Mutter, und noch andere aus dem Klan. Die Großen in der Schule, die
Kleinen im Haus oder drum herum. Ach so.... an diesem Tag machte ich
meinen größten Fehler. Ich dachte ich könne Stolz sein, das
tonganische Volk zu lieben, aber ich bin eben immer noch ein Palangi,
und ich traf auch noch im richtigen Moment im Postbüro ein, denn die
Zolltante war auch gerade da. Wollte eigentlich nur die Versandpreise
nach Deutschland erfragen, da erspähten meine Augen dieses gelbe
DHL-Paket. Das konnte nur von meiner Mutter sein, und anstatt leise
und still zu verschwinden um Helen in die Startlöcher zu bringen,
versuchte ich nun in einem Gespräch mit der Posttante und der
Zollbeamtin scheinbar mein Englisch aufzubessern und bin dabei in
mein eignes Fettnäpfchen getreten. Das war Lehrgeld, Einfuhr- und
Konsumsteuer. Paaah! Abzocke! Und das Paket gab die Zollbeamtin dann
im Laufe des Tages und einem Telefonat mit Helen auch erst raus, als
ich es selbst bezahlte. Die Versandkosten, die meine Mama bezahlt,
das war der Betrag, den ich hier auch nochmal blechen durfte. Mein
letztes Bargeld! Und von was soll ich mir jetzt Nahrung kaufen? Zum
Glück gab Helen was dazu und ich hatte danach nochn paar Kröten um
über die 2 Resttage hier in Neiafu zu kommen. Der Wald will kein
Geld haben und nährt mich auch so. :-) Morgen ist Mittwoch. Ich
beten zu Vaha, das er recht hatte, das sein Boot am Mittwoch wieder
fährt. Ich jedenfalls halte morgen Vormittag Ausschau nach diesem
buckligen alten Kahn, der mich bis jetzt immer sicher hin und zurück
brachte.
Tja und über Nacht und an diesem
herrlichen bewölkten Dienstagabend bin ich dabei all die gestrigen,
auch noch anderen vielen Eindrücke, zu verarbeiten. Leider würde es
den Rahmen sprengen, alle Erlebnisse hier mit rein zu nehmen. Ich
kann nur eins sagen. Durch meine neuen Erfahrungen, die ich
beschlossen allein machen musste, bin ich nun meinen Freunden hier in
der Gemeinschaft ebenfalls viel viel näher gekommen. So entsteht
Freundschaft, nehme ich an. Die ist nicht einfach von Anfang an da,
und so wird das zwischen allen Menschen sein, auch wenn sie so tun
als wäre es nicht so. Um zu erfahren, wie das ist …. bleibt Euch
nur eines übrig: Come to where the flavour is.... come to Kingdom
Tonga. Experience Yourself!
Wir sehen uns auf Hunga Eiland!